Ein Mann sitzt auf einem Steg und blickt auf das ruhige Meer im Sonnenschein

Was ist Karma? Wie Ursache und Wirkung eine Frage deiner Energiebilanz ist

In Energetiker Fachartikel, Wissen by Humanenergetiker Team

Nur die stürmische See macht einen guten Seemann. Schwierige Lebenssituationen sind ein Ausdruck der Liebe des Universums, die uns helfen sollen, die Waagschalen des Lebens – auch Karma genannt – auszugleichen. Dieser Ausgleich führt zu Dankbarkeit und Urvertrauen und letztendlich Freiheit.

“Karma (n., Sanskrit: कर्मन् karman, Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.” – Quelle: Wikipedia

Wir kennen den Energieerhaltungssatz aus der Physik: Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant. Die Aussage ist klar: Energie kann umgewandelt werden, beispielsweise von Wärme- in Bewegungsenergie. Energie in einem abgeschlossenen System zu erzeugen oder zu vernichten, ist nicht möglich. Nun stelle ich die Frage, was geschieht wenn wir das abgeschlossene System unendlich erweitern, soweit nämlich bis es die Unendlichkeit des Seins umfasst. Kann hier Energie verloren gehen? physikalisch, emotional oder gedanklich? Kann Unendlichkeit um etwas verringert werden?

Jede Handlung, die ich setze erzeugt eine Wirkung in meinem Umfeld. Wie ein Stein, der in das Wasser geworfen wird und Wellen an der Wasseroberfläche erscheinen lässt, erzeugt jeder Gedanke ebenso eine Wirkung. Es bedeutet, dass sich gedankliche Energie in einer von uns manchmal als positiv oder negativ empfundenen Art ausrichtet.

Alles hat einen Anfang und ein Ende – Karma hat kein Verfallsdatum

Alles was der Mensch erdenkt, erbaut und erschafft, geht irgendwann in der Unendlichkeit des Stroms des Seins auch wieder unter. Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Wenn der menschliche Geist Energie in ein gedankliches Projekt investiert, entsteht Schöpfung. Doch wie reagiert das Universum auf lange Sicht auf jene Schöpfung? Erhält sie diese oder vergeht sie ebenso, wie ein monumentales Bauwerk, welches den Gezeiten nicht Stand hält? Jeder Versuch des Menschen, etwas zu erschaffen, ist letztendlich nicht mehr, als Gewichte in eine Waagschale einer Waage zu legen. Das Universum wiederum sorgt unweigerlich für Ausgleich – manchmal langsam und manchmal schnell.

Der Zustand wahren Seins offenbart sich in jenen kostbaren Momenten, wenn die Waage ausgeglichen ist, wenn der Geist weder in die eine, noch in die andere Richtung tendiert, wenn keinerlei Energie verwendet oder Aufwand betrieben wird, irgendetwas erreichen zu wollen. Es sind die Momente der absoluten Stille, in der man den Einklang mit dem Universum direkt erfährt und sich ganz dem Strom hingibt. Die meisten von uns kennen diese Erfahrung wenn man zum Beispiel einen schönen Sonnenuntergang in Ruhe genießt und dabei ein “Flow-Erlebnis” hat. Auch wissen wir, wie schnell diese Erfahrung durch eine einzelne Ameise unterbrochen werden kann und uns allerlei Gedanken durch den Kopf schießen.

Ursache und Wirkung – Karma

Karma bedeutet nichts anderes als Ursache und Wirkung: wir Menschen produzieren sehr viel gedankliche und emotionale Energie, die unweigerlich irgendwann in der Energiebilanz des Seins ausgeglichen wird. So kann sich niemand diesem einfachen Grundsatz entziehen: wie ich handle, denke und fühle, bestimmt meine subjektive Wirklichkeit.

Eine Taube, die losgelassen wurde und wegfliegtDas Universum wiederum wandelt konstant Energie um, um einen Zustand des Friedens und Einsseins zu erzeugen, gegen den wir oftmals aus Unbewusstheit ankämpfen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Achtsamkeit zu entwickeln. Denn nur durch Achtsamkeit wird es möglich, den tiefen inneren Frieden direkt zu erfahren. Die Achtsamkeit und die Achtung vor der Schöpfung erzeugt automatisch das Gefühl der Dankbarkeit, für alles was ist. Jene Dankbarkeit erzeugt Urvertrauen, dass alles sich lediglich umwandelt, nicht gut oder schlecht ist und es an mir selbst liegt, für Ausgleich meiner eigenen Energiebilanz zu sorgen. Nur ich bin für meine Waagschalen verantwortlich, darum ist es wichtig, weise zu wählen, wie ich mich im Leben verhalte und wie ich weniger Gewicht in eine der Waagschalen lege.

Professor Kazuo Kon erklärte uns in Porto die Bedeutung des japanischen Wortes „Arigato“. Es bedeutet „Danke“. Die tiefere Bedeutung der Danksagung ist aber: „Ich danke dir und wünsche dir Schwierigkeiten“. Wieso Schwierigkeiten? Weil vorhandene unbewusste Schwierigkeiten im Leben noch als Ungleichgewicht auf der Waage wirken. So wünsche ich dir, dass diese sich zeigen und du in der Lage bist, diese aufzulösen. Scheinbare Schwierigkeiten sorgen letztendlich für heilenden Ausgleich, ein Ausgleich, der Ausdruck der unendlichen Liebe des Stroms dir gegenüber ist. Du siehst, es gibt keinen Grund, sich vor Schwierigkeiten zu fürchten. Oftmals sind es genau jene Schwierigkeiten, die uns befreien, wie es auch in meinem Leben war.

Karma und das Gesetz der Anziehung

Wir kennen es alle: Das Gesetz der Anziehung! Wenn wir nur richtig unsere Gedanken, ja mehr noch – unser ganzes Sein auf ein Ziel ausrichten, wird es auch eintreten. Doch ist dem tatsächlich so? Und wie wirkt es auf Lebensfreude und Glück? Wie “gut” sind meine eigenen Wünsche eigentlich im Kontext zu Karma?

Wikipedia schreibt zum Gesetz der Anziehung:

“Als Gesetz der Anziehung (englisch law of attraction), auch Resonanzgesetz oder Gesetz der Resonanz, wird in der Selbsthilfe- und Lebensberatungsliteratur die Annahme bezeichnet, dass Gleiches Gleiches anzieht. Diese Vorstellung bezieht sich speziell auf das Verhältnis zwischen der Gedanken- und Gefühlswelt einer Person und ihren äußeren Lebensbedingungen. Es wird von einer gesetzmäßigen Analogie zwischen Innen- und Außenwelt ausgegangen. Diese Analogie soll nutzbar gemacht werden, indem man durch eine Änderung der persönlichen Einstellung zu gegebenen äußeren Umständen eine analoge Änderung dieser Umstände im gewünschten Sinne herbeizuführen versucht.”

“Das Gesetz der Anziehung gilt generell, für alles und alle. Es gilt für alles, das existiert. Jeder Gedanke, den wir denken, jedes Gefühl, das wir fühlen, zieht ähnliche oder gleichartige Gedanken und Gefühle an. Es reicht schon aus, dass wir etwas aufmerksam betrachten. Dies erzeugt Gedanken und jeder Gedanke ruft entsprechende Gefühle und Schwingungsmuster hervor […].

Diesen Überlegungen liegt die Annahme zugrunde, dass alles Geistige – also Gedanken, Gefühle, Befürchtungen und Wünsche – „Schwingungen“ erzeugt. Diese Schwingungen sollen sich von der Person, die sie erzeugt, auf die Außenwelt übertragen und dort entsprechende Wirkungen hervorrufen, unabhängig davon, ob die Person sich dessen bewusst ist oder nicht. Daraus wird die These abgeleitet, ein Kenner und Anwender des Gesetzes der Anziehung könne seine Wünsche durch gezielte Ausrichtung seiner Aufmerksamkeit wahr werden lassen. Das Gesetz der Anziehung wird somit als Werkzeug aufgefasst, mit dem jeder sein Leben nach seinen Wünschen und Vorstellungen gestalten kann.” (1)

Gedanken und Gefühle gestalten die subjektive Wirklichkeit: Das, was unsere Aufmerksamkeit hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit im eigenen Leben sichtbarer. Wir kennen die Beispiele der schwangeren Frau, die auf einmal überall Schwangere sieht, oder wenn man beim Bundesheer oder Zivildienst seinen Dienst antritt und auf einmal überall die Autos des Dienstgebers im Straßenverkehr zu sehen sind. Doch auch starke Gefühle zeigen sich im Außen: Wurde ich als Kind von Hooligans überfallen, werde ich diese in Zukunft viel eher wahrnehmen als andere Menschen. Gedanken und Emotionen generieren Fokus, und wie wir wissen, nehmen wir nur einen Bruchteil von dem wahr, was da draußen existiert. So ist es nur logisch, dass unser Gehirn seine Filterarbeit vornimmt und nach eben jenen Kriterien auswählt.

“Alles in unserem Leben ist die sichtbare Manifestation unserer Gedankenformen, die wir bewusst oder unbewusst produziert haben.” – John Randolph Price

Unser Gehirn verarbeitet pro Sekunde bis zu 15.000.000 Bits unbewusster Informationen (2), wie visuelle Eindrücke, Gerüche, Geräusche – eben alle Sinneswahrnehmungen. Bewusst nehmen wir bis zu 60 Bits pro Sekunde wahr. Die Auswahlkriterien für die 60 Bits aus 15.000.000 Bits sind eben in unseren Denkmustern, gespeicherten Erfahrungswerten und damit verbundenen Emotionen zu finden. Dies zeigt uns, dass unsere subjektive Wirklichkeit recht wenig mit der Realität zu tun hat. Dies erklärt, wieso wir auf völlig unterschiedlichen Meinungsinseln leben und Konflikte mit Mitmenschen erleben können, die wir nicht verstehen. Außerdem haben wissenschaftliche Versuche gezeigt, dass Menschen ohne Erfahrungswissen intuitiv richtige Entscheidungen treffen können, da sie auf unbewusster Ebene bereits verarbeitete aber unbewusste Informationen für eine schnelle Entscheidungsfindung heranziehen können. Diese Fähigkeit des Menschen kann Leben retten!

Ich bestimme meine Wirklichkeit oder auch nicht?

Wahrgenommene Wirklichkeit können sich am Weg der Selbstfindung durch wahrhaftige Selbstreflexion ändern. Dies bedeutet nun nicht, dass sich deswegen die Realität verändert. Durch die Veränderung der eigenen Gedanken durch Selbstreflexion verändert sich der emotionale Grundzustand. Dadurch verändert sich der Filtermechanismus und es werden andere 60 Bits wahrgenommen als vorher. Daraus formt sich eine neue Wirklichkeit, die wiederum nur einen Bruchteil des ganzen widerspiegelt. Was aber durch Selbstfindung sehr wohl geschieht, ist, dass das Bewusstsein immer mehr über die Wahrnehmungsinseln lernt und dadurch erkennt, wie subjektiv die eigene Wirklichkeit eigentlich ist.

„Keiner von uns beiden, so kann man wohl sagen, weiß etwas Schönes und Gutes. Aber dieser glaubt zu wissen und weiß nicht, ich aber, der ich ebenso wenig weiß, glaube das nicht. Daher scheine ich um ein weniges weiser zu sein als dieser, da ich nicht glaube zu wissen, was ich nicht weiß.“ – Sokrates

Karma: Wieso ich lernen sollte, meine Wünsche loszulassen

Wie wir nun wissen bestimmen Gedanken und Emotionen unsere Wirklichkeit. Außerdem senden meine Gedanken und Emotionen Energie aus, die eine Wirkung auf das Feld haben und im Sinne von Karma beantwortet werden. Bedenke:

Du bekommst nicht, was du willst? Vielleicht bekommst du das, was du verdienst.

Desweiteren frage dich, ob du folgende Erfahrungen bereits gemacht hast:

  • Ich habe gelernt, dass ich keine Ahnung habe, was wirklich gut für mich ist!
  • Ich habe gelernt, dass Dankbarkeit für alles und für jeden Moment der Schlüssel zum Glück ist.
  • Ich habe gelernt, dass der Lebensstrom viel besser weiß als ich, wo ich hingehöre, wie ich leben soll und wie nicht.
  • Ich habe gelernt, dass es lediglich darum geht, Achtsamkeit und Dankbarkeit zu leben und eine staunenswerte Wirklichkeit offenbart sich von ganz alleine.

Wenn die Antworten darauf “Ja” lauten, dann wirst du auch bereit sein, dass Wünschen loszulassen. Einen weiterführenden Artikel findest du am Gesundheit für Körper und Seele Portal mit dem Titel: “Das Gesetz der Anziehung – Liebe und Glück in sein Leben ziehen“. Es gilt zu erkennen, dass das Prinzip des Karmas wesentlich schwerer wiegt bzw. die Ursache für das Gesetz der Anziehung ist. Das ausgleichende Prinzip von Karma wirkt sich besonders in Hinsicht auf die Dualität des Seins, auf die Polarität im eigenen Leben aus. Was ist damit gemeint?

Wie wirkt sich Polarität im Leben des Menschen aus?

Am Selbstfindungsweg sind Übungen der  Selbsterfahrung und die Erkenntnis “des Seins“ oberste Prämisse. Im „Hier und Jetzt“ zu verweilen und Gedankenkaskaden nicht nachzugeben, ist die Essenz vieler Lehren. Nicht nur bei Eckhart Tolle oder der Advaita Vedanta, sondern auch von vielen anderen spirituellen Disziplinen. Wie gerne gibt sich der Geist seinen Spielchen hin, wie viel unerkannte Resonanzen warten nur darauf, betrachtet zu werden.

Gleichzeitig erliegen viele am Selbstfindungsweg dem Irrtum, dass das „Hier und Jetzt“ eine Auseinandersetzung mit sehr irdischen Dingen ausschließt. Wir leben in einer Welt der Gegensätze, einem System der Polarität, die uns in jeder Sekunde als Lebewesen betrifft. Sie schenkt uns Erkenntnis und Einsicht, lässt uns reifen und macht uns weiser. Wie? Indem der eigene Seinszustand durch die Polarität Freude oder Schmerz, Lärm oder Ruhe erzeugt. Es geht also um die sich gegenüberstehenden Pole, welche durch Karma den Menschen zur Bewegung zwingen.

Bedenke – Karma korrigiert Fehlverhalten:

  • Selbstlosigkeit ohne wahre Selbstliebe pervertiert zu selbstzerstörerischer Aufopferung, welche durch Karma korrigiert werden wird.
  • Selbstliebe ohne gelebter Selbstlosigkeit lässt Egozentrik entstehen, was durch Karma korrigiert werden wird.
  • Wahre Hingabe ohne Durchsetzungskraft lässt den Menschen zu einem unterwürfigen „Ja“-Sager werden, was durch Karma korrigiert werden wird.
  • Durchsetzungskraft ohne Hingabe lässt Tyrannen entstehen, was durch Karma korrigiert werden wird.

Statt Karma die Korrektur der Polaritäten durchführen zu lassen, besteht auch die Möglichkeit, dies selbstständig und schmerzfreier durchzuführen. Dies geschieht mittels der Arbeit an den Zwillingseigenschaften aus Befreie dich selbst, die ja eine Bearbeitung von Eigenschaftspaaren darstellt.

Befreie dich selbst!: Über die Kunst eines erfüllten Lebens
  • Matthias A. Exl
  • Herausgeber: Mankau Verlag
  • Auflage Nr. 1 (05.03.2018)
  • Taschenbuch: 203 Seiten

Letzte Aktualisierung am 13.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Keine Eigenschaft für sich alleine gestellt ist „gut“, sondern es benötigt auch den Gegenpol, um eine Balance zu finden und damit wahrhaftig zu leben und „zu sein“. Blende ich eine Seite der Schöpfung geflissentlich aus – wie es viele „Licht und Liebe“-Menschen oft und gerne tun – stagniere ich in meiner Entwicklung.

Genau aus diesem Grund ist die Auseinandersetzung mit sehr weltlichen Dingen äußerst wichtig, um kein kalter, egozentrischer, vergeistigter, vom Leiden der Welt unberührter Blender zu werden, der unangenehme Aspekte ignoriert bzw. völlig ausgeblendet hat. Dies bedeutet: Auch für einen spirituell Suchenden ist eine Auseinandersetzung mit ethisch verwerflichen Dingen, die momentan in unserer Gesellschaft geschehen, nichts auszusetzen – im Gegenteil: es ist an der Zeit, dass viel mehr couragierte Menschen aufstehen und aus der Rolle der passiven Mittäterschaft aussteigen!

“Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut: Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten. Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es. Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu. Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in den Topf zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig “ja”. Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten. “Nun”, sagte der Professor, als das Lachen nachließ, “ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.” Er fuhr fort: “Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles Andere, die Kleinigkeiten.” “Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben”, schloss der Professor, “hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.” Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: “Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt Ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier.” – Quelle: unbekannt

Es ist wichtig, das Leben voller Lebensfreude zu leben. Nutze die Gaben, die du bereitgestellt bekamst zum Wohle aller. Denn vergessen wir nicht: Wer ist der wahre Weise? Der, der am leidenden Kind vorbeigeht und sagt: „Ich bin vom scheinbaren Leid der anderen unberührt, es ist eine Illusion oder der, der sich bückt, das Kind in den Arm nimmt, tröstet und in der Art hilft, wie es ihm möglich ist?

Karma und das Ausrichtung des Geistes auf das Positive

Karma wirkt: Vieles kann im eigenen Leben geschehen, das einen aus der Bahn wirft. Konflikte in der Arbeit oder in der Beziehung, schwierige Verhaltensweisen im Familienverband. Ungerechtigkeiten, die man nicht versteht, können einem das Leben erschweren und Bauchschmerzen bereiten. Der spirituell Suchende begegnet Karma mit der Übung, den Geist auf das Positive auszurichten. Der Grund hierfür ist einfach: es ist eine Form von spiritueller Disziplin, um das Ego in die Schranken zu weisen. Wieso tut man dies? Um nicht jeder Gemütsregung des Ichs nachzugeben, um zu erkennen, dass der Teil, der unzufrieden ist, immer neue Aspekte findet, über die er sich beklagen kann. Durch die Übung des Ausrichten des Geistes erfährt der Mensch, dass er diese innere nörgelnde Stimme nicht ist! Vielmehr ist es möglich, den Dramateil zu beobachten und alles, was beobachtbar ist, kann ich selbst nicht sein. Ich beobachte den Teil und identifiziere damit den Lügner in mir, der als Ausdruck purer Unzufriedenheit nach Aufmerksamkeit heischt.

Beachte ich nun schlechte Dinge?

Ein Fehler, der aber oft gemacht wird, ist, das Ausrichten des Geistes fehl zu interpretieren. Der Suchende meint, nicht mehr über gewisse Dinge nachdenken zu dürfen. Dies ist vollkommen verkehrt und erzeugt klassische Verdrängung, welche eine Reihe von karmischen Problemen nach sich zieht. Vielmehr sollte ich sehr wohl genau hinsehen, was scheinbar Schlechtes in meinem Leben geschieht. Viele Suchende verstecken sich hinter der „Es geht mir so gut“ und „ich bin die Verkörperung von Liebe“-Maske während sie gleichzeitig manchmal still aber auch laut vor sich hin leiden. Dies hat mit wahrer Selbstfindung und Selbsterkenntnis wenig zu tun. Vielmehr sollte ich meine Schmerzpunkte ansehen, erkennen und annehmen, genau so wie meine aggressiven Seiten des Schattens genauer unter die Lupe nehmen.

Was sind schlechte Dinge?

Spannend wird die Frage, was denn schlechte Dinge sind. An diesem Punkt sollte uns klar werden, dass es viele problematische Geschehnisse gibt. Durch nichts lassen diese sich „schönreden“. Gewalt, Lieblosigkeit, Ungerechtigkeit, Lug und Trug sind auf der Welt allgegenwärtig. Dies lässt sich auch durch ein friedvolles Buddhalächeln und ein „Namaste“ nicht wegzaubern. Karma nimmt seinen Lauf, das Rad des Lebens dreht sich, Geschenke und Prüfungen warten auf uns. Licht und Schatten sind untrennbar miteinander verbunden, dies ist, was das Leben ausmacht. Wärme wird durch Kälte erst unterscheidbar. Worüber wir keine Kontrolle haben, ist, wann Karma zuschlägt um meine Uneinsichtigkeit zu korrigieren. Das Spiel des Lebens wird von einem unsterblichen Croupier geleitet, der immer auf´s Neue die Kugel ins Spiel bringt. Rot oder schwarz, Gewinn oder Verlust liegen in seiner ewigen Hand, ob dem Ego dies gefällt oder nicht. Die Frage ist lediglich, wie wir unsere Einsätze – die sogenannten Prioritäten im Leben – setzen.

Karma und die Kontrolle über das Leben

So sollte es uns am Weg irgendwann klar werden, dass wir im karmischen Spiel keine Kontrolle über die Kugel haben sondern lediglich über unsere Einsätze. Für was wir aber die Verantwortung haben, ist die Wahrnehmung des Spiels und was mit den Einsätzen geschieht. Ein und das selbe Ereignis können von zwei Menschen komplett unterschiedlich wahrgenommen werden. Der eine beschwert sich über den Ausgang des Spiels, ohne nur einmal über die eigenen Einsätze nachzudenken, während der andere still wird und seinen Anteil erkennt. Dies bedeutet: die Interpretation, die Wahrnehmung von Ereignissen liegt im Auge des Betrachters. Die spirituelle Übung lautet: “Erkenne den, der betrachtet und interpretiert“. In welche Richtung interpretiert jener Teil: ist er ein notorischer Schönredner, dass alles unter dem „Licht und Liebe“-Mäntelchen schon in Ordnung ist? Oder aber ist es der krankhafte Nörgler, der immer und immer wieder das Haar in der eigenen und jedermanns Suppe findet? Oder ist der Teil schon dahingehend gereift, dass der Beobachter eine Distanz sowohl zum Licht als auch zum Schatten hat und das Spiel der Spiele erkennt?

Wahre Gelassenheit

Je nachdem, wie weit der Beobachter und Interpret des Schauspiels erkannt wurde, stellt sich wahre Gelassenheit ein. Wahre Gelassenheit bedeutet nicht, eine aufgesetzte ewig scheinbar friedvolle Stimme, während hinter den freudlosen Augen tiefe Wut brodelt und Traurigkeit vorherrscht. Wahre Gelassenheit ist auch nicht das Predigen von Dogmen, die nur gebetsmühlenartig wiedergegeben werden, während sie im eigenen Leben laufend gebrochen werden. Wahre Gelassenheit ist die tiefe Ruhe, die stille See hinter all dem selbstdarstellerischen Spektakel, zu dem der Mensch so gerne tendiert. Wahre Gelassenheit erlaubt dem Suchenden jegliches Werkzeug einzusetzen, welches eine Situation erfordert: bestimmtes Auftreten oder ein meditatives Lächeln, alles ist möglich. Gut oder schlecht ist nicht relevant. Es ist was es ist, was immer es ist. Wer bin ich, dass ich meine zu wissen, was richtig oder falsch ist? Ich bin lediglich der stille Beobachter des Beobachters – und selbst der bin ich nicht.

„Wenn wir mit einem Finger auf jemanden zeigen, zeigen drei Finger auf uns zurück. Oder jenes, in dem es heißt, dass wir kein Urteil über einen Menschen fällen sollen, bevor wir nicht einen Kilometer in seinen Schuhen gelaufen sind. Ständige Bewertung und Verurteilung ist eine extrem verbreitete und bedenkenlos angewendete Verhaltensweise in unserer Kultur. Ich kann mich gut an die Geschichte eines Mönchs erinnern, der beschloss, als Teil ihrer Praxis keine wertenden Worte mehr zu benutzen. Er berichtete, dass die Gespräche so weit zurückgingen, dass es fast auf ein Schweigen hinauslief.” – “Schatten auf dem Pfad” von Abdi Assadi

Wir sehen, es ist wichtig, alle Aspekte des Lebens anzusehen und sich nicht nur auf einen Teilaspekt zu versteifen, auch wenn dieser noch so lichtvoll scheint. Ein ehrliches Hinsehen zu sich selbst, dem eigenen Leben und ein daraus resultierendes Handeln führt zu einer Gesundung und wahrer Ruhe, Lebensfreude und die Minderung von negativem Karma.

Bücher, die wir zum Thema Karma und dem Gesetz der Anziehung gerne empfehlen

Unser Geschenk an dich: Leitfaden zur Selbstreflexion

Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt, in dem wir beschreiben, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen.

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Quellenangaben

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_der_Anziehung
  2. http://www.mentale- intuition.de/die-intuition/erklaerungsmodelle/unbewusste-wahrnehmung/
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