Eine Frau beim Wandern, sie lehnt an einem großen Baum und schaut zum Himmel

4 Schritte zur Veränderung: Ein Neuanfang für ein glücklicheres Leben

In Energetiker Fachartikel, Praxis by Humanenergetiker Team

Für viele Menschen scheint es, als ob das Leben an Ihnen einfach vorbei fließt. So vieles hat man sich geschaffen, angeschafft und erworben, alles scheint so wunderbar zu funktionieren und dennoch ist da das Gefühl der gähnenden Leere, das Gefühl etwas Wesentliches verpasst zu haben. Dieses Gefühl quält, man fühlt sich festgefahren in all dem Bekannten, welches das Resultat einstiger nun erfüllter Wünsche war. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Wichtigkeit von Veränderung im eigenen Leben, tiefe Weisheiten und Einsichten zum Thema Neuanfang.

Es gibt zwei Formen von Gitterstäben im Leben eines Menschen: die sichtbaren und die unsichtbaren. Auch ich war von diesen einst betroffen bzw. in dem von mir geschaffenen Gefängnis eingesperrt. Die sichtbaren Gitterstäbe sind die selbst geschaffenen Verbindlichkeiten, Einkommenserwerb, Dinge, die erhalten werden wollen und vieles mehr. Durch die immer offene Gefängnistür zu schreiten, gestaltet sich nur deswegen als schwierig, weil wir meinen, dass diese Türe verschlossen ist: “Ich kann nicht, weil…” ist Ausdruck der Ängste, die uns erklären, dass die Folge von Freiheit der Verlust von Sicherheit, sehr dramatisch dargestellte Verarmung, Liebesentzug und vieles mehr sei. Das Resultat ist, dass der Mensch gerne in seiner kleinen aber dafür bekannten Zelle sitzen bleibt und auf bessere Zeiten oder den “richtigen” Moment wartet! Das Leben wird zur Routine, der Mensch zu einem versteinernden Zahnrädchen in einer scheinbar herzlosen Maschine, die sich das System nennt. Und nicht selten zeigt sich das Geschenk des Burnouts als lebendiger und nicht zu ignorierender Hinweis, dass es notwendig geworden ist, sich zu verändern.

Ein Mann am Meer und ein Zitat über die Veränderung im eigenen Leben

Wenn das Leben zur tödlichen Routine wird

Die unsichtbaren Gitterstäbe sind jene Dinge, die wir als angenehm empfinden. Die Gitterstäbe sind hier mit Plüsch ummantelt und fühlen sich wohlig und weich an, während sie uns an Entwicklung, freiem Denken und einem Leben in geistiger Freiheit hindern. Es sind jene Begehrlichkeiten, die wir meinen, für das Wohlergehen zu brauchen. Doch eigentlich beginnt das Leben erst am Ende der Komfortzone! Die Abonnements, Konsumartikel, scheinbaren kleinen Freuden sind nicht “schlecht” an sich. Ich sage auch nicht, dass diese Dinge nicht genossen werden sollten, doch sollte man sich die Frage stellen, wer wen besitzt? Wäre ich bereit, für Freiheit zu verzichten? Immerhin kosten all die Dinge auch Geld, für das ich arbeiten muss.  Eine weitere Form von unsichtbaren Gitterstäben sind Dogmen, die oftmals fanatisch im eigenen Leben umgesetzt werden müssen, ohne den tiefen Sinn zu begreifen und gleichzeitig auf der Verstandes-Ebene zu verweilen. “Ich weiß” wieso ich 40 Tage faste, “ich muss” täglich meditieren oder jeden Sonntag in die Kirche gehen – dies oder jenes ist Gesetz. Und genau hier befindet sich der Mensch manchmal – ohne es zu merken – bereits in einem unsichtbaren Käfig, der vorgibt, wie ich zu sein habe! Und dabei habe ich die wichtigste Frage des Herzens bald vergessen: Wie sieht es um meine Lebensfreude aus? Wachse ich? Werde ich freier? Oder werde ich dogmatischer und immer häufiger auf meine Mitmenschen mahnend den Zeigefinger zeigend? Ja, auch Selbstfindung kann zur Routine werden!

Schritt 1: Das Leben hinterfragen um Veränderung einzuleiten

So ist es wichtig, dass wir unser Leben immer wieder zwischenzeitlich auf den Prüfstand stellen:

  • Bin ich glücklich in meinem Leben?
  • Bin ich dankbar für mein Leben?
  • Verwirkliche ich mich und meine Träume?
  • Funktioniere ich lediglich und bin ich nur ein Schatten meiner selbst?
  • Vor welchen Dingen habe ich in Bezug auf Veränderung Angst? Was hingegen macht mir Mut?
  • Kann ich mit meinem Partner über die oben genannten Fragen und Antworten dazu reden?
  • Was hindert mich WIRKLICH, Veränderungen vorzunehmen?

Das Leben ist zu wertvoll, als dass Sie die Fragen unbeantwortet lassen. Nichts im Außen kann den Ruf der Seele zum Schweigen bringen, die da sagt: “Ich träume von Lebensfreude!” Es ist an der Zeit, diese wieder zu entdecken.

Schritt 2: Den Kritiker im eigenen Kopf ausschalten

Immer wenn Veränderungen im Leben eines Menschen geschehen, werden wir in der einen oder anderen Art aus unserer Komfortzone gedrängt. Selbst wenn es die schönsten Veränderungen sind, mehr als man sich je zu erträumen gewagt hat findet der Verstand 1.000 Gründe Probleme zu sehen. Er erfindet Einschränkungen, relativiert die Ereignisse und macht sich selbst das Leben schwer. Der Verstand hat die unangenehme Eigenschaft jene gedanklichen Bleigewichte nicht nur zu erschaffen, sondern diese auch als Fußfesseln anzulegen mit dem Ziel im Lebensstrom zu ertrinken – aus Angst und der Vorstellung Dinge „richtig“ machen zu müssen. Statt voller Freude und Liebe im Jetzt das Wunder zu leben und sich voll und ganz der Gnade des Lebensstroms hinzugeben wird analysiert und nachgedacht. Grübelzwang ist nur ein Wort für die geistige Folter, Zerreden das Mittel der Wahl um die Freude und Liebe zu sezieren.

Wie überwinde ich den Kritiker im Kopf?

Lasse die letzten Ereignisse Revue passieren. Womit wurdest du beschenkt? Erlaube dem Geist nicht die scheinbar objektiv schwierigen Dinge zu erkennen. Erkenne ausnahmslos die Geschenke, die dir zu Teil wurden:

  • Welche Synchronizitäten gab es?
  • In welche Richtung lenkt dich der Strom?
  • Was ist das Schöne daran?
  • Was gibt es zu lernen?
  • Worüber kannst du dich dabei freuen?
  • Wie sehr kannst du dich dem Weg hingeben?
  • Wo hängst du in alten Gedankenmustern fest?

Meditation kann dich in diesem Prozess unterstützen, wie auch die Übung des Loslassens oder die Arbeit mit den Zwillingseigenschaften aus Befreie dich selbst!

Befreie dich selbst!: Über die Kunst eines erfüllten Lebens
  • Matthias A. Exl
  • Herausgeber: Mankau Verlag
  • Auflage Nr. 1 (05.03.2018)
  • Taschenbuch: 203 Seiten

Letzte Aktualisierung am 18.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Erkenne, dass mitten in der Veränderung, in der du steckst, du schon längst nicht mehr „der Alte“ bist. Durch die Veränderung und die entstandene Situation wurden die Karten bereits neu gemischt. Freue dich darüber: nichts wird mehr so sein wie es war. Dies ist keine Bedrohung oder Zerstörung, es ist die Chance deines Lebens dich der Fantasie und der Inspiration des Neuanfangs hinzugeben. Etwas Neues erwächst, erlaube dir dabei nicht in die Zukunft zu schweifen in Form von großen Planungen über dein neues Selbst. Selbstverständlich habe die kindliche Freude und kindliche Träume was deine Zukunft betrifft. Male sie aus, sei der Künstler auf deiner geistigen Leinwand. Ein Traum ist kein Plan, sondern wie ein freudiges Kind, das mit seinem Spielzeug spielt, spielst du selbst mit deinem Leben. In all dem vergesse nicht: Sorgen sind purer Egoismus. Zerrede die Ereignisse nicht. Lebe voller Freude im Hier und Jetzt und lass dich vom Strom der Liebe, der das Selbst ist tragen und alles wird gut.

„Ihr müsst in Gottes Hand wie eine Flöte werden. Lasst den Atem Gottes durch euch fließen, der entzückende Musik, die das Herz eines Jeden erweicht, hervorbringt. Gebt euch Ihm völlig hin, werdet wie ein Hohlraum, ohne Ego. Dann wird Gott persönlich kommen, euch liebevoll umarmen und euch, die Flöte, an Seine Lippen führen, um Seinen Atem voller Liebe durch euch fließen zu lassen. Erlaubt Ihm jedes Lied, welches Er am liebsten hat, zu spielen.“ – S. S. Baba

JEDES LIED? Ja, aber wie weiß ich… Du weißt es nicht! Ich auch nicht! Sich vom Strom tragen zu lassen ohne den Verstand dabei einzuschalten und ganz dem Herzensruf zu vertrauen ist eine der größten spirituellen Prüfungen am Weg. Es ist die Natur des Verstandes, verstehen zu wollen. Doch akzeptiere: Es gibt keine richtige Entscheidung – aber auch keine falsche. Vertraue deinem Herzen und du folgst dem Strom von ganz alleine.

Und manchmal schenkt der Strom des Lebens große Erkenntnis, unglaubliche Liebe und Hingabe und offenbart sich in großen Veränderungen. Nehme sie an und freue dich!

„Wenn ihr die Gnade Gottes gewonnen habt, werdet ihr mit so viel Stärke ausgestattet, dass ihr die schwierigsten Aufgaben bewältigen könnt“. – S. S. Baba

Schritt 3: Den Mut finden und Ängste überwinden

Es ist soweit: Du hast erkannt, dass eine Veränderung notwendig ist, du hast auch deinen Verstand zur Ruhe gebracht. Nun spürst die die Angst in dir, doch vergesse nicht: Veränderung macht fast jedem Angst! Veränderung bedeutet Aufbrechen zu neuen Ufern. Jene neuen Ufer sind unbekannt und so oft bevorzugen wir das oftmals unglücklich machende Bekannte, bevor wir uns entscheiden, etwas zu ändern. Die Angst vor Neuem, die Angst vor Unbekanntem lähmt die eigene Handlungsfähigkeit und lässt uns weiter im gegenwärtigen Zustand verweilen. Konfrontiere den eigenen Wahnsinn! Stelle auch die unbequemen Fragen und nimm die Angst vor Veränderung einfach nur wahr. Die Stimme der unterdrückten Angst lähmt. Die Hoffnung, dass sich etwas von alleine irgendwie regelt, hat sich sehr selten bewahrheitet. Wieso sollte das Schicksal mir dieses Geschenk ungeöffnet wieder abnehmen? Es liegt an uns, das Paket zu öffnen, zu lernen und dadurch sich selbst wieder einen Schritt näher zu kommen.

Wage das scheinbar Unmögliche! Nur wer die Angst vor Veränderung überwindet, geht staunend und voller Freude auf das Neue zu! Die Alternative dazu ist irgendwann ein alter Mensch voller Bedauern zu sein. Das Bedauern nämlich, die schönsten Chancen des Lebens ziehen gelassen zu haben, weil die Angst vor Veränderung dich zu sehr lähmte.

Zitat zum Thema Ängste vor Veränderung

Selbstverständlich stellt sich die Frage, was das tatsächliche Risiko ist, wenn man das Leben verändert. Die Antwort lautet: es gibt kein Risiko! Selbst wenn etwas scheinbar “fehlschlägt”, ist es ein großer Gewinn. Du kannst dadurch viel genauer definieren, was dich im Leben glücklich oder unglücklich macht. Die Angst vor dem Unbekannten ist dadurch völlig unnotwendig. Der Zauber des Schönen ist in jedem Moment zu finden, selbst in der scheinbaren Tiefe eines Neuanfangs.

Erinnere dich an deine Kindheit: Das Versuchen, das Ausprobieren von neuen Dingen macht Freude, wir wachsen am sich versuchen, hinfallen und wieder aufstehen. Ja, die Erziehung, die Gesellschaft und der Staat tut sehr viel, dass wir diese Art von scheinbarer “Unstetigkeit” verlieren, um so möglichst lange an einem Platz zu verweilen. Für den Staat ist ein berechenbarer Bürger, der Angst hat zehn mal besser als einer, der keine Angst hat und in seiner Freiheit unberechenbar wird.

Achtung: Angst ist Motivator nur zu funktionieren, anstatt zu leben

In meinem Wirtschaftsstudium hörte ich einst eine interessante bewiesene Theorie: diese besagte, dass Angst im Beruf ein besserer “Motivator” für mehr Leistung sei, als positive Bestärkung. Die Angst, den Job zu verlieren (weil ein anderer Mitarbeiter diesen Job erhalten könnte) treibt den Menschen scheinbar mehr an, als wenn dieser sich “sicher” und “geborgen” fühlt. Welch wunderbare Welt!

Zitat von Albert Einstein über die Angst vor Veränderung

Gott sei Dank habe ich selbst mich von der gedanklichen Vorsorge- und Absicherungswelt verabschieden können. Wahre Freiheit ist in der Aufopferung des “Jetzt” für eine möglichst sichere Zukunft nicht zu finden. Vielmehr leidet die Seele und man verliert nach und nach die Lebensfreude, die durch weitere Ängste ersetzt wird!

So ist mein Ratschlag, wenn es um weitere Entscheidungen geht:

  • Seie mutig!
  • Wage Neues!
  • Werde dir über deine verschütteten Träume bewusst!
  • Sage JA zu deinem Leben und deinen Träumen!

Schritt 4: Neuanfang – Widerstände überwinden

“Ich werde loslassen, wenn Menschen meine Gefühle nicht respektieren und achten. Ich warte nicht mehr, bis andere sich entschieden haben, sondern treffe meine eigenen Entscheidungen. Ich habe nicht viel, aber ich habe : Herz, Gefühl & Würde. Ihr dürft über mich denken und sprechen, wie ihr wollt und was ihr wollt. Ihr dürft mich verurteilen und verachten. Ihr dürft mich aus euren Kreisen ausschließen und mich auslachen. Und ich werde es euch nicht heimzahlen, weder in meinen Gedanken noch in meinen Taten. Ich gestehe euch diese Freiheit einfach zu. So, wie ich mir selbst die Freiheit schenke, meinen ganz eigenen Weg zu gehen und meinem Herzen treu zu sein. Ich suche meine Wahrheit in mir und lebe sie. Und wer mich fragt, dem erzähle ich gerne von ihr. Ich lebe nicht, um es Anderen recht zu machen, sondern einzig und allein, um meiner inneren Stimme, der Stimme meines Herzens, zu folgen.” – Quelle: Unbekannt

Du hast also die Entscheidung dich zu verändern getroffen! In Folge leidest du nun unter Umständen unter unterschiedlichen Reaktionen der Mitmenschen, welche die angestrebte Veränderung nicht verstehen. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, vor Veränderung Angst zu haben und über jemanden, der sich nicht “der Norm entsprechend” verhält zu diskutieren oder schlecht zu sprechen.

Irgendwie scheint das Gespräch und das scheinbare Wissen über Mitmenschen – ob richtig oder falsch spielt dabei keine Rolle – vom eigenen Leben abzulenken. Sich über die Veränderung eines anderen auszulassen, liefert den Beweis dafür, dass es schon in Ordnung ist, dass man sich selbst vielleicht nicht bewegt. Partizipiert man an solchen Gesprächen, kann man dabei ungewollt Teil einer Ungerechtigkeit gegenüber Dritten werden, ohne es in diesem Moment überhaupt zu wissen. Als das verbale Ziel von Gesprächen Dritter fühlt man sich oftmals machtlos einer unkontrollierbaren Situation ausgeliefert. Man versteht diese nicht, ist man lediglich dem Ruf des Herzens gefolgt. Was kann ich tun?

Ein Zitat zum Thema Freiheit und Neuanfang - Lebensweisheiten

Widerstand: Das eigene Verhalten hinterfragen

Als erstes stellt sich die Frage: gibt es tatsächlich einen gerechtfertigten Grund dafür, dass man behandelt wird, wie man behandelt wird. Falls die Antwort “Ja” lautet, ist es an der Zeit die eigenen Lebenskonzepte und Verhaltensweisen durch Selbstreflexion zu hinterfragen bzw. zu ändern. Welche Überlegungen helfen aber, wenn man tatsächlich selbst von Ungerechtigkeiten und Gerede betroffen ist, obwohl man letztendlich nur sein Leben in genau der von einem selbst gewünschten Art lebt?

Nimm den Widerstand aufgrund deiner Veränderung nicht so zu Herzen

Protestiert dein Umfeld aufgrund der von dir vorgenommenen Veränderung? Nachfolgenden Gedanken werden dir weiterhelfen:

  • Statt auf Streit mit anderen Menschen, konzentriere dich lieber auf die Freude des Neuanfangs. Es ist unmöglich, sich selbst durch das Niedermachen seiner Mitmenschen zu erhören. Viele Menschen glauben dies aber und fühlen sich im Rausch des Geredes “besser”. Ist es nun als Betroffener notwendig, all das Gesagte zu kommentieren und Öl in das nicht enden wollende Feuer zu gießen? Werde ich durch mein ewiges Dementieren freier? Nein! Lasse los.
  • Konzentriere dich auf deine Veränderung und das Leben im Jetzt! Alles aus der Vergangenheit ist vergangen, alles von der Zukunft wird heute geboren. So stellt sich die Frage: ist es wirklich sinnvoll, vergangenen Ungerechtigkeiten und Gerede immer wieder zu begegnen und diese zu dementieren? Es ist ein alter Hut! Auch wenn du als der Betroffene an der Vergangenheit festhältst, beraubst du dich jeder Möglichkeit auf eine schöne Zukunft.
  • Lasse den Schmerz los, konzentriere dich auf das Schöne! Wenn wir alle schönen Momente genau gleich aufblasen würden, wie wir das Drama rund um Ungerechtigkeiten aufblasen, wären wir alle viel glücklicher. Erkenne, wie sinnlos es ist, den Geist immer und immer wieder auf scheinbare Sensationen auszurichten, statt dich auf das Schöne im Leben zu konzentrieren. Gibt es wirklich nichts, worauf es sich zu konzentrieren lohnen würde? Wenn nicht, ist es erst recht der Beweis, wie wichtig es ist, das eigene Leben zu verändern.
  • Welches Lied zwei andere Vögel – die in einem Käfig sitzen – singen, sollte dich nicht am Fliegen hindern! Sei dir sicher, dass der Redner oder der Verbreiter von Gerüchten in letzter Konsequenz immer für seine Handlungen gerade stehen muss. Es bedarf als Betroffener lediglich der Geduld und der Weisheit, nicht in diesen Kreislauf einzugreifen und das Vertrauen zu haben, dass alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht.
  • Menschen verlassen dein Leben? Habe keine Angst! Wenn aufgrund von Gerede über deine Veränderung falsche Freunde dein Leben verlassen, sage “Auf Wiedersehen”, denn nun haben richtige Freundschaften auf einmal Platz gewonnen. Wiederum gilt es, Veränderung willkommen zu heißen und nicht den Verlust, sondern den damit verbundenen Gewinn zu sehen.
Auch interessant:  Was bedeutet Meditation?

Kürzlich wurde ich von Nando Stöcklin von “Spiel dein Leben” interviewt. Es ist ein interessantes Gespräch über Veränderung im eigenen Leben, Angst und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber entstanden. Für mich war es ein überraschendes und sehr persönliches Gespräch und ich bin Nando dankbar, dass er die Fragen gestellt hat, die er gestellt hat. Nando betreibt gemeinsam mit Anna den Blog “Spiel dein Leben“. Bei den beiden geht es um “das spielerische Leben” mit sehr interessanten Ansätzen. Außerdem organisieren sie den Spiel-dein-Leben-Kongress. Nando hat neben dem Videointerview ein Textinterview zu meinem Buch Befreie dich selbst! veröffentlicht. Das Video Interview könnt ihr hier anschauen:

Praxistipp: Wie du aufhörst, dich am Konflikt zu beteiligen und wie du dich einem Konflikt stellst

Um aus dem scheinbar ewigen Kreislauf von Schmerz und Frustration auszubrechen, ist es notwendig, selbst mit gewissen Verhaltensmustern im eigenen Leben aufzuhören. Dies ist eine bewusste Entscheidung. Kein Mensch auf der Welt hat es bisher geschafft, durch Argwohn und Bösartigkeiten glücklich zu werden. Dabei ist es völlig nebensächlich, unter welchem Mantel die geschliffenen Formulierungen verborgen werden.

“Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.” – Platon

Wieso sich also an diesem Spiel von Reden und Antworten beteiligen? Es ist sinnlos! So gilt es, sich selbst einen Gefallen zu tun und sich zu disziplinieren, denn über diesen Teil haben Sie Kontrolle!

  • Der erste Schritt ist es, die eigene Zunge zu zügeln.
  • Der zweite Schritt ist es, die dazu gehörenden eigenen Gedanken und problematischen Emotionen zu beenden bzw. auszuheilen.

Wichtig: Verwechsele diesen Ratschlag jedoch nicht mit der Möglichkeit und oftmals auch Notwendigkeit, jemandem, der Ungerechtigkeiten verursacht, die Stirn zu bieten. Bin ich selbst direkt in einem Gespräch von etwas betroffen, kann und sollte ich bösartigem Gerede, welches in meiner Gegenwart geschieht, ein jähes Ende bereiten. Denn selbst als der die Bösartigkeit ignorierende Zuhörer mache ich mich zum Mittäter. Ein scheinbar gelassenes, verständnisvolles Lächeln als Ausdruck der eigenen Harmoniesucht hat noch niemandem gedient, im Gegenteil. Erfahre ich selbst direkt von Ungerechtigkeiten und äußere mich nicht direkt gegenüber dem Sender der Information, werde ich in mir den Drang verspüren, darüber mit Dritten zu sprechen. Es ist oft scheinbar leichter, den Druck und das Unverständnis gegenüber einer dritten Person auszudrücken, anstatt sich direkt dem Verursacher zu stellen. Eigentlich weißt du genau, was in Folge passiert. Ein neues Gerücht und Gerede ist entstanden, nur weil du nicht den Mut gehabt hast, dich an der Stelle direkt und klar zu äußern, wo es notwendig gewesen wäre. Schweigen als Ausdruck der eigenen Angst, Scheinspiritualität und Harmoniesucht ist hier der gänzlich falsche Weg. Habe keine Angst vor einer direkten Konfrontation: Klarheit, Mut und selbstsicheres Auftreten ist nur in den Augen derer, die selbst Angst vor Konfrontation und Klarheit haben, ein Thema des Egos. Fürchte dich nicht, deine eigene Stimme zu hören!

Versuche nicht, die öffentliche Meinung zu kontrollieren

Dies ist nicht möglich! Mehr noch, es schafft täglichen Unfrieden und jede Entgegnung, die man formuliert, gießt nur weiteres Öl ins Feuer. Der zerstörerische Brand, unterscheidet nicht, wie er befeuert wird: sei es durch neue Gerüchte oder aber durch die eigene Entgegnung, die man daraufhin formuliert. So ist es das Beste, Menschen, die sich dem öffentlichen Feldzug angeschlossen haben, “nicht einmal” zu ignorieren. Was meine ich damit? Offensichtliches Ignorieren beinhaltet ein sich Beschäftigen mit dem, was ich ignorieren will. Gehe weiter als das! Beschäftige dich nicht länger mit der problematischen Situation oder Person. Suche einen anderen, schönen Fokuspunkte im eigenen Leben! Diszipliniere dich und erlaube dir nicht, immer und immer wieder problematischen Gedanken zu folgen.

Gerüchte sind deswegen Gerüchte, weil sich der Ursprung nicht festmachen lässt. Wie sollte ich da den Verursacher direkt konfrontieren können? Du kannst aber sehr wohl deine Reaktion darauf kontrollieren. Lasse dich einfach nicht entmutigen, gebe nichts auf die Nettigkeiten oder Bösartigkeiten, die verbreitet werden – es ist dein Leben. Heute ist die Meinung über dieses so, morgen ist sie so. Je mehr du im Rampenlicht stehst, desto umfangreicher werden auch die Kommentare ausfallen.

Tatsächlich bist du ganz und gar nicht machtlos: die eigene Ruhe wiederzufinden, ist ein unglaublich machtvolles Werkzeug. Nimm es nicht so schwer. Die öffentliche Meinung über dich und deinen Mut zur Veränderung ist nicht wichtig. Morgen ist ein neuer Tag und da ist schon wieder jemand anderer, der einen Käfig verlässt, im Fokus derjenigen, denen das Leben anderer wichtiger ist, als das eigene. Dies wirst weder du noch ich ändern können.

Spirituelle Ausweichtaktiken, um sich nicht verändern zu müssen

Wir alle sind kleine Krishnas, mit der natürlichen Begabung der Fantasie auf die Welt gekommen, wir alle sind göttlich inspirierte Wesen, die nicht innerhalb festgesetzter Grenzen denken und nach gesteckten Parametern nur zu funktionieren haben. Vielmehr sind wir die Verkörperung von Lebendigkeit und Lebensfreude, voll mit unglaublichen Ideen und Träumen. Irgendwann verselbstständigt sich das Werkzeug des Verstandes und wird zum Herrn im eigenen Haus: zwischen Beruf und Krediten, Bügeleisen und Rasenmähern, Katzenfüttern und Autokauf, Kapselkaffeemaschinen und Terminkalender haben Träume wenig Platz: sie passen nicht in das Konzept des Funktionierens. Sie passen nicht in das ruhige, sichere Leben. Und so vergisst man die tiefsten Träume, das Verlangen nach dem Spiel des Lebens zugedeckt unter einer warmen Betondecke des Vergessens… RIP! Hier liegt eine Seele, die vergessen hat, was Leben bedeutet. Begraben zwischen sichtbaren und unsichtbaren Gitterstäben. Sie fiel der trügerischer Freiheit („Ich könnte ja alles tun, was ich wollte – tue es aber nicht“) zum Opfer und war unfähig, sich zu verändern. Dies scheint hier wohl die Lebensaufgabe gewesen zu sein – jene Erfahrung zu machen.

Selbstfindung, Vedanta und wer sagt das…

In dieser Phase ist Selbstfindung und Spiritualität oft ein willkommenes Werkzeug. Neben all den unglaublich positiven Aspekten wartet hier aber ebenso eine Falle: ich richte meinen Geist aus, sehne mich derart nach Verschmelzung mit dem Einen, und ich versuche mit meinen bekannten Werkzeugen („Verstand“) diese zu erreichen. Die Kapselkaffeemaschine, der Rasenmäher und der Terminkalender werden ersetzt und nun wird meditiert, Bedürfnisse umgewandelt, Wünsche losgelassen, eine spirituelle Lebenseinstellung eingenommen und der Spielplatz der Welt ist auf einmal verpönt… Doch ist das das Ziel? Bedeutet „Wer bin ich?“ das Abwenden vom Leben oder von der Lebensfreude? Bedeutet „sich in den Schoss des Selbst zu begeben“ der heilige Weg in die Stille und nicht auf ein Fest?

Eine spirituelle Bombe platzt…

Ich erinnere mich an ein Video mit dem Advaita Vedanta Lehrer Mooji, der bei einer Party wie wild tanzte. Dies war nicht das Herausragende, viel netter waren die Blicke der Suchenden – ein Teil, der sich für ihn freute, ein anderer Teil, der nicht wusste, wie er damit umgehen sollte. Die Kritiker hatten vergessen, dass das Leben voller Lebensfreude sein sollte, das das Leben ein Spiel ist.

Selbstfindung bedeutet, „ÜBER ALLES ZU VERFÜGEN“, dabei aber „NICHTS ZU BESITZEN“. Es bedeutet, sich voll und ganz auf den Strom des Seins einzulassen, sein Wasser jede Stelle unseres Körpers benetzen zu lassen, zu lachen und zu springen, zu tanzen und zu leben und das größte Fest zu seinen Ehren zu veranstalten, ohne dabei konsumiert zu werden. Es bedeutet nicht, sich seinen Ängsten hinzugeben, Sicherheiten auszubauen, zu funktionieren, sich zu sorgen und dabei einhundertmal das Gayatri Mantra zu singen.  Erkenne, du hast die Erlaubnis dich zu verändern, alles zu leben, was das Leben genau dir schenkt. Es gibt keinen strafenden Gott, der meint: diese Aktivität macht zu viel Freude, sie erreicht nicht die erforderliche Mindestpunkteanzahl auf der spirituellen Skala der Teilerleuchtung.

Nun die Frage: hast du Angst davor, dich zu verändern, zu leben, dich hinzugeben, voll und ganz den Tanz des Lebensstroms zu fühlen und zu leben? Es wird der Zeitpunkt in deinem Leben kommen, wo du genau vor dieser Entscheidung stehst: bist du bereit, loszulassen und der tiefen Freude, der Fantasie, der Inspiration und dem Lebensstrom zu folgen oder wählst du Sicherheiten?

Wie kannst du unterscheiden, aus welcher Quelle der Ruf der Veränderung stammt?

Ist es das wahre Selbst, dann lässt der Strom des Lebens Synchronizitäten für dich regnen, zwingt dich förmlich, zu tun, was zu tun ist. Es erfordert hier große Ängste und Zweifel, um diesen Ruf überhaupt ignorieren zu können. Oft entspringt der plötzliche Ruf des Stroms aus einem stillen Gebet mit der Bitte um Veränderung.

Das Ego agiert hier völlig anders: der Ruf des Egos ist das aktive Planen von Flucht oder Angriff, ein Schlechtreden von Bestehendem, ein Niedermachen und ein konsumierendes Habenwollen. Das Ego versucht, alte Sicherheiten gegen neue auszutauschen, will sich nicht fallen lassen oder hingeben, kann nicht eintauchen, sondern kauft vorsorglich eine Luftmatratze…

Darum: fürchte dich nicht, wenn du den Ruf spürst. Halte Ausschau nach Synchronizitäten und erlaube jede Veränderung, die dir Fantasie, Inspiration und Schöpferkraft schenkt. Spreche dabei niemals schlecht über Vergangenes, erkenne nur das Schöne am Vergangenen, und dass jene Vergangenheit eine wichtige Basis dafür war, dass du nun den Weg zur wahren Spiritualität beschreitest, die das Leben nicht ausschließt, sondern es wie ein Liebender in seine Arme schließt. Vergesse nicht: ein Leben ohne Sinne oder Sinnlichkeit ist einem wunderbaren Teil des göttlichen Stroms beraubt.

Bücher die wir zum Thema Routine und Veränderung gerne empfehle:

Unser Geschenk an dich: Leitfaden zur Selbstreflexion

Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt, in dem wir beschreiben, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen.

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Referenzen und weiterführende Informationen:

  • (1) Wikipedia Artikel zu Karl Wolf Biermann (* 15. November 1936 in Hamburg), einem deutschen Lyriker. Online im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Biermann (Stand 19. Oktober 2014)
  • (2) Wikipedia Artikel zu Reinhold Niebuhr (* 21. Juni 1892 in Wright City, Missouri; † 1. Juni 1971 in Stockbridge, Massachusetts), US-amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Online im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Niebuhr (Stand 19. Oktober 2014)
  • Tania Konnerth (2014). Einführung in das Thema Veränderung. Online im Internet: http://www.zeitzuleben.de/2189-einfuhrung-in-das-thema-veranderung/ (Stand 19. Oktober 2014)
  • Dominik Borde (2014). Warum positive Veränderung den meisten Menschen schwer fällt. Online im Internet: http://www.sozialdynamik.at/coaching/du-selbst/warum-positive-veranderung-den-meisten-menschen-schwerfallt#sthash.s1JA5L1K.dpbs (Stand 19. Oktober 2014)
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