Eine Frau mit vielen Einkaufstaschen als Symbol für viel Konsum

Glück durch Konsum?

In Energetiker Fachartikel, Praxis by Humanenergetiker Team

Wer kennt das nicht: tagein, tagaus erlebt man sein eigenes Leben in der Ich-Perspektive, bestreitet den Alltag mit seinen Aufgaben, verdient sein Geld mit Arbeit und freut sich auf Freizeit und kleine Vergnügungen. Das verdiente Geld will in den Umlauf gebracht werden, um oftmals für scheinbar Glück erzeugende Momente ausgegeben zu werden. Momente der Ruhe werden mit Aktivität gefüllt und dennoch bleibt im tiefen Inneren ein Gefühl von Leere, ein Gefühl von fehlender Essenz im eigenen Leben, dem man zu entkommen versucht. Funktioniere ich nur oder lebe ich schon?

Immer mehr Menschen wird in den letzten Jahren bewusst, dass das vom Marketing großer Firmen versprochene Glück wenig Bestand hat. Sehr kurz nur scheint das empfundene Glück an z.B. einem neuen Auto oder an neuer Kleidung anzuhalten. Strategie Eins ist das kurzweilige Glück sofort mit einem neuen Objekt zu ersetzen, eine Art Konsum-Wunschkaskade wird im Gehirn freigesetzt, die uns suggeriert, glücklich sind Sie, wenn “Sie haben”. Wenn Sie was haben? Mehr Kleidung oder mehr Luxusartikel? Ebenso versuchen die Menschen ihr Glück in anderen Menschen zu finden – mein Mitmensch ist dann für mein Glück oder Unglück verantwortlich. Im alternativen Bereich spiegelt sich diese Tendenz in der “Wünsch dir was” oder “Manifestiere es dir” Mentalität wieder. Selbst Spiritualität wird zum Konsumgut, welches suggeriert, alles zu bekommen, was das “Ich” begehrt.
Kann diese Strategie zu Glück führen? Die Fehlerhaftigkeit des Gedankenganges ist sehr leicht zu verdeutlichen: in einer Welt, in der Ihnen jeder Wunsch sofort erfüllt würde – wie lange wärst du glücklich? Versuche dir vorzustellen: Du kannst alles haben. Alles was du dir wünscht, geschieht sofort oder in kurzer Zeit. Wann hättest du genug? Und was geschieht, wenn du eine Zeit lang alles erhalten hättest? Wer diesem Gedanken folgt, wird wahrnehmen, dass auch hier sich Leere einstellen würde, die Essenz im eigenen Leben komplett verloren gegangen wäre.
Wo also ist das Glück zu finden, wenn nicht in all den Dingen, die ich gerade in meinem Leben so eifrig betreibe? Diese Frage führt die meisten Menschen zu Strategie Zwei: Ich beginne zu suchen.

Konsumverhalten loslassen: Die Suche beginnt

Der Beginn der Suche nach dem Glück beginnt bei manchen intuitiv, bei anderen wiederum strategisch: Es wird vielleicht Lektüre konsumiert, oder erfahrene Menschen werden aufgesucht. Die Motivation zur Suche nach Glück ist oftmals die empfundene Leere oder Probleme im eigenen Leben. Für die Suchenden unter den Lesern ein kleiner Tipp: ein spiritueller Markt ist in der heutigen Zeit ebenso real geworden, wie Vermarktungsstrategien, die auf der Suche nach Suchenden sind. So gilt es Spreu von Weizen zu trennen, doch nach welchem Kriterium? Die Suche sollte mich – wenn diese im Außen stattfindet – zu Quellen der Erfahrung führen, nicht die des Wissens. Ich begebe mich also in ein Umfeld zu etwas oder jemanden, der die Antwort auf meine Frage kennt. Was war meine Frage noch einmal? Richtig! Die Leere in meinem Leben und wie finde ich dauerhaftes Glück. Wer jemanden oder etwas findet, der oder das mit jeder Phase der Existenz wahres erlebtes Glück in allen Lebenslagen verkörpert, hat einen guten Anhaltspunkt gefunden. Nehmen wir an, die Quelle der Glückserfahrung findet sich in Form eines Menschen: was könnte mir so ein Mensch geben? Wir hoffen Glück oder zumindest den Schlüssel zu der Tür, die aus Leere heraus zum Glück führt!

Über das Finden: der Schlüssel zum Glück

Was haben alle Menschen, die Glück gefunden haben gemeinsam? Wir sprechen hier nicht von scheinbaren Glück, welches in Hochglanzbroschüren Millionären unterstellt wird: vielmehr sprechen wir von einem Strom von Glückseligkeit, welche gepaart mit Dankbarkeit über das eigene Sein tagein, tagaus vorhanden ist. Der gemeinsame Nenner ist, dass glückliche Menschen von äußeren Einflüssen nicht aus der Bahn geworfen werden. Du kannst dich an den kleinsten Dingen erfreuen und verzweifelst nicht, wenn du etwas verlierst, was für viele unvorstellbar wäre. Beim Verlust kann es sich sowohl um Menschen als auch um Dinge handeln.

Was haben diese Menschen also gefunden, dass sie wesentlich besser mit Verlust, Angst oder Schmerz umgehen können?

Die Antwort auf die Leere in mir ist die Leere in mir – wendet sich der Blick ab von der Leere und richtet sich suchend nach Außen – auf die Dinge und Spielarten der Illusion und Konsumgesellschaft – laufe ich der Leere davon. Und werde immer wieder schmerzlich an diese erinnert. Kein Ding, keine Erfahrung im Außen scheint es möglich zu machen, die innere Leere zu vergessen.
Wendet sich der Blick ab vom Außen nach innen, hin zur Leere, öffnet sich ein Portal zu einer neuen Existenz. Dieser Prozess nennt sich Selbstfindung – das Finden des Selbst, des Atman, dem göttlichen kausalen Prinzip in mir. Es bedeutet, dass die göttliche Natur in jedem von uns gleichermaßen wirkt. Die Augen des Selbst kennen keine Trennung, sie kennen keinen Schmerz. Die Augen des Selbst erleben Ruhe, Stille und Hingabe, sind unberührt vom Schauspiel, das die Täuschung, welche wir Realität nennen, bietet. Die Augen des Selbst existierten jenseits der Täuschung.
All diese Beschreibungen sind aber nur ein dürftiges Bild für etwas Unbeschreibliches – so als ob ich versuchen würde, hier den Duft eines Parfüms zu erklären. Die Erfahrung der Einswerdung ist erreichbar – für jeden Menschen, ja, auch für dich! Das Selbst wirkt nicht in Einem mehr oder im Anderen weniger, es war und ist in Heiligen gleich vorhanden wie bei den größten Schlächtern der Geschichte der Menschheit. Der Unterschied besteht nur darin, dass sich “Heilige” der wahren Natur bewusst geworden sind – durch Mut sich dem Blick nach innen zu widmen.

Wie finde ICH nun das Glück im Inneren?

Für viele fühlt es sich nun an, wie von einem Kuchen zu hören, diesen fast riechen zu können, doch die Frage bleibt: wie esse ich diesen nun? Es gibt viele praktische Wege, die dich auf dem Weg nach Innen unterstützen. Zum Einen empfiehlt sich die Arbeit mit den Zwillingseigenschaften aus “Befreie dich selbst!”, um unterbewusste Muster aufzulösen. Außerdem gibt es wunderbare Möglichkeiten zu pilgern, welches eine tiefgehende Wandlung möglich macht. Ein Beispiel hierfür wäre der Jakobsweg.

Worum es aber bei allen Methoden geht: setze den “Blick nach innen auf das Selbst” an erste Stelle in deinem Leben. Akzeptiere die Angst, die damit verbunden sein mag. “Wer bin ich?” lautet die zentrale Frage. Der Blick auf das Sein oder wie auch immer wir diesen Ort benennen, führt heraus aus der Illusion der Getrenntheit und Leere verwandelt sich in Fülle. Werde ruhig, versuche nicht so krampfhaft eine Rolle im Außen zu erfüllen. Ja, es kann eine Zeit der  Veränderung bedeuten.  Sei bereit, deine Rolle(n) in dem Schauspiel, welches sich Leben nennt, loszulassen, aufzugeben, sich hinzugeben, um den Blick direkt in die Angst machende Leere im Inneren zu richten. Denn diese Leere ist in Wahrheit Unendlichkeit – unendliche Weite, die beim Wegsehen nach außen bedrohlich scheint, da Sie den momentanen Kurs konstant in Frage stellt. Beim Hinsehen jedoch wandelt sich das Bedrohliche in pure Essenz des Seins, allumfassend und alles verbindend.

Ja, die meisten Menschen laufen konstant vor dem Glück des Seins, vor der wahren Größe und Schönheit davon, um sich mit Krümeln des Kuchens im Außen zu begnügen. Diese Bemühungen im Außen bringen wenig und schaffen oft Enttäuschung, da wir einer Täuschung – der Illusion – erlegen sind. Auf diese Art kommt man dem Ziel keinen Schritt näher, kein Geld, kein Status, keine Macht kann die Erfahrung im Selbst erkaufen. Kein Wünschen oder Manifestieren, das nach Außen gerichtet ist, bringt mich dem Ziel näher. Kein Geschwatze oder sinnloses Gerede bringt dich weiter. Im Gegenteil! Lerne zu sein, lasse jede Form von Selbstgerechtigkeit, Unmut und Hass los! Arbeite durch Loslassen daran, präsent zu sein, den Blick nach Innen zu richten. Wenn du dein krampfhaftes Bemühen im Außen aufgegeben habst, jedem Drang, das Außen von deiner Wahrheit überzeugen zu müssen, losgelassen hast, dich ergeben hast, begebe dich in die Hände des wahren Seins, welches dich liebevoll wärmen und führen wird.
Und immer mehr existiert für dich am Weg kein “Ich” und “Du”, kein “mein” und “dein” mehr, vielmehr erlebe das Glück des Seins, immer freier von der Auswirkung der Täuschung, die viele “die” Realität nennen. Wenn du in der Nacht einen schlimmen Alptraum erlebst, ist dieser für dich real und du leidest. Wachst du in der Früh auf, bist du dir des Traumes bewusst und bist unberührt von dem Bär, der dich vielleicht eben im Traum verfolgt hat.
Wache auf, erkenne den Traum deines Lebens und werde immer unberührter von dem Schauspiel, das es bietet. Mehr noch, Dankbarkeit wird zum ständigen Begleiter und ersetzt den Teil in dir, der sich früher gerne dem Beklagen hingab.

Befreie dich selbst!: Über die Kunst eines erfüllten Lebens
  • Matthias A. Exl
  • Herausgeber: Mankau Verlag
  • Auflage Nr. 1 (05.03.2018)
  • Taschenbuch: 203 Seiten

Letzte Aktualisierung am 18.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die einzige Frage, die sich nun noch stellt, ist: Läufst du der Leere nun weiter davon und verfängst du dich in den Spielarten der Illusion oder stellst du dich der Leere in dir, die in Wahrheit Fülle und pure Existenz ist? Wache auf, heute ist dein Tag! Beschreite einen neuen Weg, sage ja zur Veränderung und erkenne deine unendliche Größe und Schönheit als zeitloses unendliches Wesen im Hier und Jetzt! All das Glück, das man im Außen sucht und durch Dinge, Situationen und Menschen zu finden meint, um diese Leere im Innen endlich zu füllen, ist also schon längst “kostengünstigst” und näher als nah bereits greifbar für uns da – nämlich in uns selbst….

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