InteraXon Muse auf weißem Hintergrund beim Produkttest

Erfahrungsbericht: Meditation mit InteraXon Muse Gehirnstromanalyse

In Produkttest, Übung, Werbung mit Herz by Humanenergetiker Team

Ich habe ein Gehirnstromanalyse-Gerät inklusive Neurofeedback zur Verbesserung der eigenen Meditationstechnik für euch getestet. Es geht um InteraXon Muse, ein App gesteuertes modernes EEG Headband, welches in Echzeit dem Meditierenden Feedback über den aktuellen Zustand gibt. Muse soll Menschen helfen, sich besser konzentrieren zu können, die Lernfähigkeit zu steigern und Stress abzubauen. Ich habe das Muse Headband genau unter die Lupe genommen und selbst damit meditiert.

Meditation gehört zu meiner Achtsamkeitspraxis und begleitet mich seit vielen Jahren. Meditationsübungen (eigentlich Konzentrationsübungen) beruhigen nicht nur den Geist, sondern wirken sich auch positiv auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Forscher haben die physiologisch messbaren Effekte bereits bestätigt und Tests mit buddhistischen Mönchen zeigten einzigartige Muster bei der Gehirnstromanalyse. Die Daten haben auch gezeigt, dass mentale Übungen einen Langzeiteffekt im Gehirn auslösen und diese auch im Normalzustand nachweisbar sind(1). Gesundheitlich mildert Meditation Symptome chronischer Krankheiten, verbessert den Schlaf, reduziert Stresssymptome und senkt dabei den Blutdruck. Auch das Immunsystem wird durch Mediation gestärkt(2). Wir sehen: die Zeit des Belächelns von Meditationsübungen ist längst vorbei.

Gerade in der heutigen Zeit, in der für viele Leistungsdruck und Zeitmangel zum Normalzustand gehören, ist eine Auszeit von den eigenen Gedanken enorm wichtig. Die verschiedenen Konzentrationstechniken haben mich schon immer fasziniert, Möglichkeiten einfacher den Zustand der Kontemplation und schließlich Meditation zu erlangen, waren für mich Wert, erforscht zu werden. Was liegt also näher, als ein Gehirnstromanalysegerät auszuprobieren, welches dir aktiv Feedback zu deiner Meditationspraxis gibt? Ich habe mich natürlich gefragt, ob dies überhaupt funktionieren kann und wie die Auswirkung von InteraXon Muse (MUSE InteraXon the brain sensing headband - Color: Black) sein sollen. Dabei habe ich einige erstaunliche Dinge erfahren. Doch der Reihe nach.

Gedankliche Ruhe und Meditation

Die grundlegende Methode der Meditation besteht darin, sich durch Konzentrationsübungen über das Denken zu der Quelle des Denkens zu erheben. Das Ziel ist ein Zustand jenseits des Denkens und sich über das Alltagsbewusstsein zu erheben. Für viele scheint es nicht vorstellbar, dass man Gedanken zum Schweigen bringen kann. Zwangsläufig stellt sich die Frage, was in diesem Moment geschieht, wenn über diesen Moment nicht nachgedacht wird. Wer bin ich ohne meine Gedanken? Was geschieht mit meinen Emotionen? Tatsächlich wird durch Meditation ein Zustand des Gleichmuts und einer nicht weiter beschreibbaren Leere erreicht.

Es gibt keine spezielle Meditationstechnik, die besser oder richtiger ist als eine andere. Jeder muss seine eigene wirksame Methode finden. Wichtig ist lediglich den Prozess zu verstehen, der im Gehirn geschieht und sich in Phasen unterteilen lässt:

Phase 1: Beruhigen und Entspannen

Am Anfang der Meditationspraxis gilt es, Widerstände zu überwinden, den Körper zu entspannen und die Aufmerksamkeit nach Innen zu richten. Dies kann zum Beispiel die Atmung sein. In dieser Phase ist es einfach nur wichtig, den eigenen Raum zu finden und den Wunsch nach Aktivität loszulassen. Die Gedanken werden ohne Bewertung und Beurteilung beobachtet und ziehen gelassen. Das Gehirn zeigt in dieser Phase noch hohe Aktivität, da noch viele gedankliche Prozesse ablaufen. Es ist natürlich, dass ruhiges Dasitzen am Anfang als unangenehm empfunden wird.

Phase 2: Ausrichten des Geistes – Konzentration

Hier wird der Geist bewusst auf einen Konzentrationspunkt ausgerichtet. Es ist die Phase der Konzentration, in der das Gehirn sich beruhigt. Man kann sich dies so vorstellen, wie man einen Kugelschreiber aus Nervositität bei einem Vortrag festhält. Man gibt dem Geist etwas, an das er sich klammern kann. Dies kann eine absolute Konzentration auf den Atem sein, es kann die Konzentration auf einen Punkt im Körper oder aber auch auf ein Mantra sein. Je öfter man dies übt, desto ruhiger wird es im eigenen Geist. Je ruhiger es wird, desto mehr Frieden und Zufriedenheit stellt sich auch nach der Übung im eigenen Sein ein. Man erkennt den wohltuenden heilenden Effekt der Übung und wie gestresst, müde und krank man eigentlich war.

Phase 3: Übergangszustand – Kontemplation

In dieser Phase sind die Gehirnaktivitäten schon sehr beruhigt – wir erreichen bereits eine Ruhephase. Weite und Präsenz sind wahrnehmbar. Nun gilt es, selbst die Wahrnehmung ziehen zu lassen, nichts zu bewerten und zu beurteilen, die Zeit stehen zu lassen und voll und ganz “zu sein”. Es ist der Übergangszustand der zur letzten Phase führt. Dabei ist es normal, dass man sehr leicht zurück fällt in die Phase der Konzentration. Der Geist hat die Tendenz immer etwas tun zu wollen und wehrt sich gegen seine eigene Beruhigung.

Phase 4: Meditation

Diese Phase ist nicht wirklich beschreibbar, am ehesten lässt sich noch sagen, dass der Meditierende vergisst, dass er meditiert. Dabei schläft er aber nicht, sondern befindet sich in einem Zustand der reinen Bewusstheit. Im Gehirn lassen sich dabei beim EEG sogenannte Gamma-Band Oszillationen nachweisen.

Was ist InteraXon Muse: the brain sensing headband

Der Ursprung von Muse ist einer Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo zu finden. Menschen auf der ganzen Welt fanden es unterstützenswert, einen Elektroenzephalografen (EEG) für das kleinere Budget auf den Market zu bringen. Die Idee ist es, die eigenen Gehirnströme aufzeichnen und analysieren zu können, während gleichzeitig in Echtzeit dem Meditierenden Feedback geliefert wird, wie die eigenen Konzentrationsbemühungen verlaufen. Dafür installiert man die Muse App (Muse im Google Playstore | Muse im Apple App Store).

MUSE InteraXon the brain sensing headband - Color: Black
  • Heben Sie Ihre Meditationsübungen auf eine neue Stufe - mit dem Muse brain sensing Headband. Das Muse ist zurzeit der einzige persönliche Meditationsassistent, der Ihnen zuverlässiges Echtzeit-Feedback über Ihre Gehirnaktivität während des Meditierens gibt und Ihre Fortschritte im Laufe der Zeit dokumentiert.
  • Nutzen Sie High-Tech Neurofeedback um Ihre Meditationsübungen mit dem Muse auf einen klaren Kurs zu bringen
  • Das Muse nutzt Technologie, die Ärzte und Wissenschaftler schon seit mehr als einem Jahrhundert verwenden, um Gehirnwellen zu messen - Ähnlich wie ein Herzfrequenzmesser den Puls ermittelt. Das Muse verfügt über 7 genau kalibrierte Sensoren - 2 an der Stirn, 2 hinter den Ohren und drei 3 Referenzkontakte - die die Aktivität Ihres Gehirns messen und auswerten.
  • Lieferumfang: EEG Stirnband (schwarz), USB Ladekabel, Bedienungsanleitung
  • Einfach Benutzung und Verbindung via Bluetooth. Für iOS und Android 4.0 oder neuer. Kostenloste Apps bei Google Play oder im Apple App Store erhältlich

Letzte Aktualisierung am 18.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Was befindet sich in der InteraXon Muse Box?

Ich habe eine wertige weiße Produktbox erhalten. Beim Öffnen findet man darin das EEG Stirnband zur Gehirnwellenmessung, ein USB Ladekabel für alle gängigen USB Lader oder für den Computer, einen Tragesack für das Stirnband, Haargummis (für Menschen mit längeren Haaren, damit die Sensoren hinter den Ohren die Haut berühren) und eine Beschreibung. Die Designer haben meiner Meinung nach ganze Arbeit geleistet.

Interaxon Muse Erfahrungsbericht

Inbetriebnahme von InteraXon Muse und App Verwendung

Hat man Muse mittels des beiliegenden USB Kabels voll geladen, geht es an die Verbindung des Geräts mit der Smartphone App. Dies geschieht via Bluetooth und hat sich in meinem Fall als problemlos herausgestellt. Die App hat sich der Datensparsamkeit verpflichtet und verlangt nur nach den notwendigen Berechtigungen, was sehr erfreulich ist. Wie bei vielen Apps, in denen Profile erstellt werden, sollte aber klar sein, dass das “Meditationsprofil” auf den Servern von Muse liegt und laut Datenschutzerklärung zwar anonymisiert wird, aber sicherlich von Technikern einsehbar ist. Dies sind aber Daten, die ich gerne zur Verfügung stelle. Sobald die Geräte gekoppelt sind, verwendet man seine normalen Kopfhörer (ich verwende die beim Smartphone beigelegten Ohrstöpsel), setzt das Muse Headband auf und startet die App. Das Muse Stirnband ist bequem zu tragen, ich hatte bisher nie ein negatives Gefühl, was ja gerade beim Meditieren sehr wichtig ist. Der Sitz des Muse Headbands lässt sich genau einstellen. Auch hier haben die Produktentwickler ganze Arbeit geleistet. Nach dem Start begrüßt einen die App mit folgendem Bild:

App Screenshot Interaxon Muse Produkttest

Wir sehen am Screenshot, dass man folgende Dinge einstellen kann:

  • Länge der Meditationssitzung: (Maximal 3 Stunden)
  • Soundscape: Dies ist die ausgewählte Geräuschkulisse (der Rechtschreibfehler in der App hat mich zum Schmunzeln gebracht). Hier kann man zwischen Strand, Regenwald, Wüste, Stadtpark und Umgebungsmusik auswählen. Die ausgewählte Geräuschkulisse wird einmalig heruntergeladen und kann dann auch offline verwendet werden. Selbstverständlich kann ich die Lautstärke der Soundkulisse genau einstellen, wie auch die Lautstärke des Feedbacks, welches ich während der Sitzung erhalte.
  • Sammlung: Hier gibt es Übungspakete zum Auswählen. In meinem Fall war ein Übungspaket mit dem Namen “Muse Essentials” enthalten, die Übungsanleitungen für die Grundpraktiken der Meditation enthält.
  • Übung: Hier kann man die gewünschte Übung auswählen. Im “Muse Essentials” Paket sind 10 Übungen enthalten, die bei Bedarf wiederholt werden können

Sobald man auf “Sitzung starten” getippt hat, erklärt einem eine angenehme Frauenstimme in der ersten Lektion die Funktionsweise von Muse. Es folgt die Kalibrierung des Muse Headbands, um einen Referenzwert der Gehirnwellenaktivität zu erstellen. Dies geschieht vor jeder Sitzung und dauert nicht lange.

Screenshot Erfahrungsbericht APP Interaxon Muse Headband

Zuerst empfand ich die Notwendigkeit der wiederholten Neukalibrierung als unnötig. Doch da diese nicht lange dauert (nicht mal 1 Minute) ist es eine gute Vorbereitungszeit: Sitze ich bequem, bin ich irgendwie verkrampft? Aus technischer Sicht macht die Kalibrierung Sinn: so kann auch Sandra die App installiert haben und wir beide verwenden ein Muse Headband mit getrennten Aufzeichnungsdaten. Das Muse Headband wird immer wieder auf sie oder mich angepasst. Am Screenshot seht ihr die Farbverläufe der einzelnen Sensoren. Erst wenn alle Farben “voll” sind, sitzt das Headband richtig und man hat eine gute Übertragungsqualität. Nun ist es soweit, die Augen sind geschlossen und nach der Kalibrierung beginnt die Sitzung automatisch.

Meditieren mit dem Muse Headband und Auswirkung des Neurofeedbacks

Jetzt entfaltet Muse seine volle Stärke: Während ich mich auf meine Meditationspraxis konzentriere höre ich im Hintergrund meine ausgewählten Regenwaldgeräusche und Regen. Je ruhiger ich werde desto ruhiger werden auch die Wind- und Regengeräusche. Irgendwann kommt tatsächlich der Moment, wo kein Regen mehr wahrnehmbar ist, es ist nun Schönwetter in meinem Regenwald eingekehrt. Dies bedeutet, das Muse Headband registriert meine beruhigte Gehirnaktivität und liefert mir das Feedback über meinen Zustand. Beim ersten Mal war ich derart über die Veränderung der Geräuschkulisse überrascht, dass ich darüber nachdachte und mich sofort wieder im Gewitter wiederfand.

Wenn ich in meiner Meditationspraxis nun tiefer gehe und noch ruhiger werde, liefert mir Muse ein weiteres nettes Feedback: Vögel beginnen zu zwitschern. Sind die Vögel im Hintergrund wahrnehmbar, ist es klar, dass ich einen Zustand tiefer Entspannung erreicht habe. Für mich hat sich der Regenwald als beste Geräuschkulisse herausgestellt, da für mich hier einfach alles passt: der Wald, der Wind, der Regen und Vogelgezwitscher. Die Wüste hat mich eher irritiert, doch dies ist sicherlich Geschmackssache. Ich empfinde das von Muse gelieferte Feedback als äußerst hilfreich, da es mich sofort zurückholt, wenn ich zum Abschweifen oder Nachdenken tendiere. Hat man die ausgewählte Meditationszeit erreicht, hört man einen Gong und erhält sein Ergebnis der Sitzung. Dies sieht dann so aus:

Screenshot der Meditationsapp von Interaxon Muse Headband

In dieser Sitzung war ich sehr “ruhig” und viele Vögel haben gezwitschert. Wir sehen schön die Beruhigungskurve meines Gehirns – am Anfang (erste Minute) war mein Gehirn noch aktiv, um dann durch die Übung sich schnell zu beruhigen. Bis ca. zur achten Minute bin ich in einen tieferen meditativen Zustand gekommen, während ich bei Minute 9 sehr stark abgedriftet bin und über etwas nachgedacht habe. Wer viel meditiert kennt den Effekt des Abdriftens nach einer längeren Übungszeit. Muse hat mich aber sofort darauf aufmerksam gemacht – was in der App als “Heilung” protokolliert wird.

Außerdem liefert die App noch viele verschiedene Auszeichnungen und nette Hinweise, welche dich auch längerfristig motivieren sollen, deine Meditationsübungen durchzuführen. Im Screenshot sieht man die Sonne, die für Klarheit steht, weil ich fünf Minuten am Stück in der Ruhezone verweilt bin.

Fazit: Unsere Erfahrungen beim Meditieren mit InteraXon Muse

Alles, was ich bisher mit Muse erlebt habe, zeigt mir, dass es ein wertvolles Werkzeug für die eigene Meditationspraxis ist. App-Probleme, die in älteren Bewertungen (einige Jahre alt) auf Einkaufsplattformen zu finden sind, habe ich nicht festgestellt. Im Gegenteil: Ich empfinde die App als solide entwickelt, intuitiv zu benutzen und charmant umgesetzt. Der Funktionsumfang der App ist gut, aber sicherlich erweiterbar. Das Entwicklerteam veröffentlicht regelmäßig Updates: Hier wäre es schön, wenn man mehr Informationen über die Gehirnwellenbereiche erhalten würde – inklusive Erklärung. Selbstverständlich habe ich auch Versuche beim “normalen Denken” oder beim Arbeiten durchgeführt. Muse registrierte in meinem Fall die Zustände sehr genau. Somit lässt sich sagen: Das Muse Headband funktioniert und ist auf jeden Fall ausgereift. Den Preis von derzeit 269,00 Euro empfinde ich als angemessen – nicht zu hoch, aber auch nicht billig. Für dieses Geld erhalte ich ein nützliches Hilfsmittel, sofern mir eine regelmäßige Meditationspraxis am Herzen liegt. Interessant ist sicherlich auch, dass es einiges an Forschungsprojekten rund um Muse gibt, die sich sicherlich auch in weiteren Updates in der App zeigen werden. Das Produkt stufe ich als hoch interessant ein und kann es auf jeden Fall empfehlen.

Muse erhälst du hier: MUSE InteraXon the brain sensing headband - Color: Black

Offenlegung und Hinweis auf Werbung: Ich habe InteraXon Muse kostenlos vom Hersteller erhalten und redaktionell darüber berichtet. Meine Meinung ist nicht käuflich und ich habe objektiv über das Muse Headband berichtet.

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Referenzen und Quellenangaben

  • (1) Long-term meditators self-induce high-amplitude gamma synchrony during mental practice” von Antoine Lutz et al, “Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA” (DOI:10.1073_pnas.0407401101)
  • (2) “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study” von Luciano Bernardi aus dem “British Medical Journal” (Bd. 323, S. 1446)
  • Im Internet: https://sciencev1.orf.at/news/129841.html
  • Im Internet: https://www.zeit.de/digital/mobil/2014-10/muse-headband-eeg-hirnstrommessung-meditation-test
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