Ein Mann, der Sorgen hat

Du bringst nie etwas zu Ende? Was tun bei Prokrastination?

In Energetiker Fachartikel, Praxis by Humanenergetiker Team

Artikel aktualisiert am 11.11.2018

Einige Menschen begeben sich auf einen neuen Weg, nachdem sie diesen eingehend geprüft haben, ob dieser ihrem eigenen derzeitigen Sein entspricht. Andere fangen voller Freude an, prüfen wenig und sind voller Eifer bei der Sache. Und wieder andere Menschen tendieren dazu, angefangene Wege an wesentlichen Momenten abzubrechen und nie etwas zu Ende zu bringen.

Es kann sehr quälend sein: Man beginnt etwas und kommt zu einem wesentlichen Punkt, und auf einmal fühlt es sich „nicht mehr stimmig an“ und der Weg wird aufgegeben. Veränderung ist vollkommen in Ordnung, wenn diese Abbrüche unregelmäßig verteilt auftreten und andere Dinge auch abgeschlossen wurden. Wenn ich aber dazu tendiere, nichts abzuschließen, mich selbst am Weg zu sabotieren und stetig etwas Neues zu beginnen, handelt es sich um eine unangenehme Form der Selbstsabotage. Diese betrifft alle Bereiche des Lebens: Partnerschaft, Ausbildung, Arbeit und natürlich auch der Weg der Selbstfindung

Der Fachbegriff lautet: Prokrastination

„Manche Menschen sind wesensbedingt erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden (und deren Gewinn erst sekundär oder zukünftig entsteht), in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar unmöglich machen. Ein Teufelskreis kann entstehen, indem man immer wieder den Vorsatz fasst, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen – diesen jedoch wieder und wieder verstreichen lässt. Dadurch können Angst, Scham und Druckgefühl ansteigen, die ihrerseits wiederum das In-Aktion-Treten untergraben. Die unangenehmen Gefühle, die den Betroffenen von einer Aufgabe abhalten, entstehen demnach u. a. durch unklare Prioritätensetzung, schlechte Organisation, Impulsivität, mangelnde Sorgfalt, Abneigung gegen Aufgaben durch Langeweile, Ängste und Perfektionismus. Kognitiv gesehen findet häufig eine dysfunktionale Verzerrung beim Betroffenen statt: Schlechte Einschätzung von Zeiten, Überschätzen der Wirkung zukünftiger motivationaler Zustände, Unterschätzen des Zusammenhanges zwischen einer Aufgabe und den Gefühlen, die zu dieser in Verbindung stehen. Teils liegt die Haltung zugrunde, dass Arbeit nur dann etwas bringe, wenn man in der „richtigen Stimmung“ sei.“ Quelle: Wikipedia

Ich selber hatte in meiner Vergangenheit jene Thematik: Es war mir (fast) unmöglich, eine Sache zu Ende zu bringen. Diesen Zyklus habe ich erst im zweiten Anlauf bei meinem Studium durchbrochen. Ich war zwar am Anfang nie motivationslos, ganz im Gegenteil – ich war übermotiviert. Doch irgendwann kam ein interessanter Punkt:
Für mich war die Situation „nicht mehr stimmig“. Soweit stimmte damals für mich die Wiki-Aussage „Teils liegt die Haltung zugrunde, dass Arbeit nur dann etwas bringe, wenn man in der richtigen Stimmung sei.“ Das Abbrechen, das Aufhören, weil etwas „nicht mehr stimmig“ ist, hat aber sehr oft damit zu tun, dass zu einem gewissen Zeitpunkt Veränderungen geschehen, die das Ego nicht wahrhaben will und so in seinem alten Muster verbleiben will. Dies kann ein Bekanntenkreis sein, dies kann eine Arbeitsweise, ja dies kann eine Lebensweise sein. Ähnlich einem Studenten in einer Studentenwohnung, der ein Student bleiben will und nicht bereit ist, diese zu verlassen. Und schon ist der Abschluss, der Eintritt in die Arbeitswelt nicht mehr stimmig – unterbewusst, nicht bewusst!

Sei vorsichtig, wenn du ein notorischer Abbrecher bist…

Ich rate daher bei Abbrüchen von Dingen zur Vorsicht: Überprüfe, ob du schon mehrere Dinge abgebrochen hast, sei es Ausbildungen, Berufe, Beziehungen und vor allem der Selbstfindungsweg. Wenn ich dazu tendiere, Dinge abzubrechen, dann setze dir ein Ziel, irgendetwas nicht abzubrechen, um nur einmal den Kreislauf des Widerstandes zu durchbrechen. Bei Gott weiß ich, wie schwierig das ist, wenn man ein notorischer Abbrecher ist. Damals, als ich „abbrechend“ lebte, sah ich meine Handlungsweise als „freien Willen“, „Fähigkeit zur Veränderung“ und weitere positive Attribute konnte ich benennen. Etwas zu Ende zu bringen, empfand ich als einengend oder eingrenzend.
Stetigkeit im Geist, Handeln und Fühlen war mir unbekannt. Emotionen durchliefen ein Hoch und wieder ein Tief. Letztendlich brach ich immer dann etwas ab, wenn ich das Gefühl, den Gedanken oder eine Handlung im Außen ortete, die mir scheinbar „Zügel“ auferlegten. Der Weg der Selbstfindung kann durch dieses Verhalten auch in Mitleidenschaft gezogen werden… Und genau hier sind die Zügel so wichtig!

Befreie dich selbst! Über die Kunst, wahrhaftig zu leben
  • Matthias A. Exl
  • Herausgeber: Mankau
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Nur das Ego wird eingeschränkt

Doch Baba sagte einst genau dazu: „Nur das wilde Tier, das Ego wird gezügelt. Nicht mehr, nicht weniger.“

Woher kommt die Aversion gegen „gezügelt“ werden? Sehr oft durch einen „Machtmissbrauch“ in unserer Kindheit durch die eigenen Eltern – wenn Regeln und/oder Grenzen oft aus Unwissenheit falsch gesetzt wurden. Doch dies zeigt, der Fehler liegt nicht in „der Grenze“ sondern im Missbrauch in der Art des Setzens der Grenze.
Dieses Gerüst der Stetigkeit in Gedanken, Worte und Taten erlaubt, dass wir unserer wahren Natur des göttlichen Seins bewusst werden. Dies ist auch der Grund, wieso die großen Weisen sich in Selbstdisziplin übten. Doch oftmals wird dieser Schritt als unangenehm empfunden, weil die Erfahrung fehlt, zu wissen, was danach – in einer geänderten Lebensweise – emotional, mental und physisch neu auf uns zukommt. Und so bleibt auch hier wiederum, Gott zu vertrauen und an sich zu arbeiten: Ich empfehle dir die Arbeit an den Zwillingseigenschaften. Dies ist ein Weg, dass du dir selber näher kommst, Ruhe und Stetigkeit findest – auch am Selbstfindungsweg. Denn es wartet etwas Wunderbares, Glorreiches und Schönes, wenn man diese Hürde – stetig zu werden – einmal überwunden hat.

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