Eine Frau, die über etwas nachdenkt.

Definition Ego – Das Ego überwinden

In Energetiker Fachartikel, Wissen by Humanenergetiker Team

Am Weg der Selbstfindung oder bei Treffen mit Energetikern hört man immer wieder den Begriff Ego. Doch was ist dieses Ego und wie kann ich das Ego überwinden? Muss oder soll ich das Ego überwinden? Doch der Reihe nach: Wer erlebt Freude und Schmerz?

Das Ego oder „Ich Bewusstsein“ erlebt sich als eigenständiges Individuum mit Entscheidungskraft. „Ich will haben…“, „Ich will sein…“, „Ich will werden…“ bestimmen als Glaubenssätze das Leben. Das Ego ist wie ein Mann in einem Boot, der das Ruder in der Hand hält. Das Boot ist unser Körper, unser Gefährt auf unserer Reise, welche sich Leben nennt. Das Ego erlebt die Welt, macht Erfahrungen – das Ego bestimmt die Wahrnehmung von Ereignissen, die geschehen. Die Wahrnehmung kann aus Sicht des Egos gut oder schlecht sein. Diese Wahrnehmung beschreibt aber niemals das eigentliche Ereignis, sondern lediglich die persönliche Interpretation des Egos. Diese Interpretation wird bestimmt durch den Zustand und die Läuterung des Egos. Der eine hadert mit einem Schicksalsschlag, während der andere tiefes Vertrauen in sich wahrnimmt. Dies ist der Grund, wieso zwei Personen ein und dasselbe Ereignis als herausragend gut oder überaus schlecht empfinden. Dies ist der Grund, dass der eine sich ärgert und etwas verurteilt, der andere aber ruhig bleibt und es ihn nicht tangiert. Es bedeutet gleichzeitig, dass das Boot sich am Strom des Lebens konstant weiterbewegt, egal ob mir dies gefällt oder nicht. Es bedeutet, dass der Bootsmann manchmal mit dem Kurs hadert und krampfhaft versucht, das Ruder herum zu reißen, was aber meistens nicht klappen will. Ein Kampf entsteht, man versucht sich gegen das Schicksal zu stellen und leidet. Bedeutet dies nun, dass ich einfach da sitze und alles geschehen lasse? Ja und nein! Ja, sein Wille geschieht, fraglos immer zu meinem Besten. Nein, es entbindet mich nicht, meine Lektionen zu lernen und mich bestmöglich zu verhalten. Klar ist dadurch auch, dass es unmöglich ist, einen anderen Menschen zu beurteilen – wie sollte ich wissen, was das Schicksal für mein Gegenüber vorgesehen hat? Wenn ich glaube, zu wissen, was richtig oder falsch im Leben eines anderen ist, ist dies Ausdruck purer Überheblichkeit.

Definition Ego in der Psychologie

Wikipedia setzt den Begriff Ego in der Psychologie mit dem Begriff Selbst gleich und sagt dazu:

Selbst ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff mit psychologischen, pädagogischen, soziologischen, philosophischen und theologischen Bedeutungsvarianten. Im Sinn der Selbstbeobachtung, also in Bezug auf die Empfindung, ein einheitliches, konsistent fühlendes, denkendes und handelndes Wesen zu sein, dient er zur Reflexion, Verstärkung und Betonung des Begriffs Ich. Das Selbst wird verwendet im Sinne des Zentrums der Persönlichkeit. – Quelle: Wikipedia(1)

Die wichtigsten Fragen des Lebens um das Ego zu identifizieren

  • Ein Mandala am Boden in IndienDie erste Frage, die du dir stellen solltest, ist: Wer ist Gott/Buddah/Allah/das kausale Prinzip? Kann es etwas außerhalb jenes kausalen Prinzips geben?
  • Die Antwort: Es kann nichts außerhalb des kausalen Prinzips existieren. Per Definition ist beinhaltet das kausale Prinzip alles.
  • Die zweite Frage: „Wer oder was bist dann du?“
  • Die Antwort: Dann muss auch ich Teil des kausalen Prinzips sein.
  • Die dritte Frage: „Wer oder was sind dann all die Anderen und die Welt?“
  • Die Antwort: Auch die müssen dann Teil des kausalen Prinzips sein.
  • Die vierte Frage: „Wo enstehen dann die Konflikte?“
  • Die Antwort: „In mir“ – „Ich“ erlebe die Konflikte, „ich“, der sich von allem getrennt fühlt und die Wahrheit, Teil des Ganzen und mit allem verbunden zu sein vergessen hat.

Der Vergessende, der, der all dies erlebt ist das Ego.

Das kausale Prinzip, das Höhere Selbst und das Ego

Das, was uns vom kausalen Prinzip und unserer göttlichen wahren Natur – dem Höheren Selbst – trennt, ist das Ego. Per Definition ist das Ego der Teil, der uns das Gefühl vermittelt, ein Individuum zu sein. Es existiert somit ein „Ich“ und ein „Du“, zwei voneinander getrennte aber miteinander interagierende Lebewesen. Das Ego hat eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge und behindert eine umfassendere klare Sicht auf die wahren Zusammenhänge. Die meisten Menschen, ob Selbstfindung (wie Reiki) praktizierend oder nicht, sind vom Ego geblendet. Dies äußert sich überall, im Alltag mit den Mitmenschen, es äußert sich in Neid, Hass und allen anderen niederen Gefühlen, die nur ein Individuum einem anderen gegenüber empfinden kann. Natürlich sichert das Ego auch das Überleben des Einzelnen und ist gleichzeitig auch der Verursacher von Konflikten und Gewalt.

Selbstfindung als Weg das Ego zu überwinden

Es gibt Meditation, Selbstreflexion, Selbstfindung, alternative Wege wie Reiki, die uns helfen, unseren Ego-Aspekt zu reduzieren. Eines haben alle Wege gemein: Die Auflösung des Ichs passiert nicht von heute auf morgen. Die meisten Menschen tendieren dazu, den schnellen Weg zu suchen. Eine Antwort, die auf gekauften Sprays, schnellen Karma Auflösungen, Wünschen, Steinen oder „Ich behandle dich schnell“ hinaus läuft, wird leichter als Antwort von einem Suchenden akzeptiert, als scheinbar steinige Arbeit an seinem Ego durch Selbstreflexion zu beginnen.

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Wie erkenne ich das Ego?

Ein Tipp: Beim Auflösen von Ego-Themen nie vergessen, woran ich diese erkenne. Erst ein geklärter Geist ist fähig die eigenen Thematiken des Ichs klar zu erkennen. Die meisten Menschen benötigen den Spiegel im Außen – am Weg der Selbstfindung sprechen wir vom Spiegelgesetz: Alles im Außen ist eine Projektion des inneren Seinszustandes. Deswegen vergesse nicht, wenn du über jemanden schlecht denkst, fühlst oder sprichst, dass du in Wirklichkeit über dich selbst sprichst. Erst wenn man das Gute im Ganzen erkennt, ist die Illusion der Trennung überwunden. Wer könnte dann noch das Gegenüber verletzen?

Wir erschaffen Probleme, weil wir nicht leben

„Das Ego fühlt sich nicht gut, mit Maulwurfshügeln, es möchte Berge sehen. Sogar wenn es sich um ein Leid handelt, dann soll es kein Maulwurfshügel sein, sondern der Everest. Die Leute erschaffen sich Probleme aus dem Nichts. Denn ohne ein Problem fühlst du dich leer. Dann gibt es nichts zu tun, nichts zu bekämpfen, nirgends wohin zu gehen. Du brauchst Probleme, damit du denken kannst, dass das Leben hart ist, für das du schwer arbeiten musst. Das Ego existiert nur, wenn es kämpfen kann.

Es gibt keine Probleme. Und sie sind nicht einmal Maulwurfshügel. Zuerst machst du Maulwurfshügel aus nichts und dann Berge aus Maulwurfshügeln. Zuerst erschaffst du ein Problem und dann suchst du nach einer Lösung. Pass auf, warum du das Problem erschaffst. Genau am Beginn, pass genau auf, denn da liegt die Lösung. Erschaffe es erst gar nicht! Aber das wird dir nicht gefallen, denn dann wirst du plötzlich völlig auf dich zurückgeworfen. Nichts zu tun? Und du bist total unruhig, leer und versuchst, dich mit irgendetwas zuzustopfen.

Du hast keine Probleme – nur dieses Eine muss verstanden werden. In diesem Moment kannst du alle Probleme gehen lassen, denn sie sind alle von dir erschaffen. Schaue noch einmal genau auf deine Probleme: Je tiefer du in sie hinein siehst, desto kleiner werden sie erscheinen. Schau sie dir an und nach und nach werden sie verschwinden. Plötzlich wirst du dort Leere finden. Eine wunderschöne Leere wird dich umgeben. Es gibt nichts zu tun, nichts zu sein, denn du bist es schon.

Das Verständnis wird dir kommen, wenn du dich beobachtest, wie du Probleme größer und größer machst. Und plötzlich stehst du auf einem Berg von Leiden und brauchst das Mitgefühl der ganzen Welt. Du bist ein großer Problem Erschaffer. Verstehe das einfach und plötzlich werden alle Probleme verschwinden. Du bist in perfektem Zustand. Du bist perfekt geboren, das ist die ganze Botschaft. Perfektion ist deine Natur. Du musst sie nur noch leben. Entschließe dich dazu und lebe sie.

Dann, mit keinem Problem mehr um sich herum, was wirst du tun? Du wirst zu leben beginnen. Du wirst essen, schlafen, lieben, ein Schwätzchen halten, du wirst singen, tanzen … was gibt es sonst zu tun? Du bist zum Göttlichen geworden, du hast zu leben begonnen. Beginne jetzt zu leben und du wirst sehen, dass je mehr du lebst, desto weniger Probleme da sein werden. Denn dann erblüht deine Leere in dir und lebt auf. Wenn du nicht lebst, dann wird die gleiche Energie sauer. Du verpasst das wirkliche Leben. Benutze deine Energie. Die Sorge, die Probleme, die Nöte, all das zeigt nur eines: dass du nicht richtig lebst, dass dein Leben noch kein Fest ist, kein Tanz. So kommt es zu all den Problemen.“ – Osho(2)

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  • Osho
  • Herausgeber: Innenwelt Verlag
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Quellen und Literaturangaben

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Selbst
  2. Osho: Zen – Den Klang der Stille hören Taschenbuch – 1. September 2011
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